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Neuer Gerätewagen Betreuung in Dienst gestellt

Mit der Übergabe eines neuen Gerätewagens Betreuung erweitert die DRK-Bereitschaft Jerichower Land ihre Einsatzmöglichkeiten im Bevölkerungsschutz. Das Fahrzeug ist speziell für die Betreuung und Unterbringung von Betroffenen in größeren Einsatzlagen ausgelegt.

Bevölkerungsschutz im Jerichower Land gestärkt:
Übergabe des Gerätewagens Betreuung (GW-Betreuung) an die DRK-Bereitschaft Jerichower Land

Die DRK-Bereitschaft des DRK Regionalverbands Magdeburg – Jerichower Land e. V. hat einen neuen Gerätewagen Betreuung (GW-Betreuung) erhalten. Das Fahrzeug wurde durch den Landrat des Jerichower Landes, Dr. Steffen Burchhardt, offiziell übergeben.

Bei der Übergabe waren Kameraden des Fachdienstes Betreuung der DRK-Bereitschaft Jerichower Land unter der Führung von Felix Hannover anwesend. Ebenfalls zugegen war der Vorstandsvorsitzende des DRK Regionalverbandes, Andy Martius, sowie die stellvertretende Bereitschaftsleitung der DRK-Bereitschaft Jerichower Land.

Für den Landkreis Jerichower Land bedeutet die Übergabe einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes vor Ort. Dr. Steffen Burchhardt betonte dazu:

Mit dieser Millioneninvestition des Landes Sachsen-Anhalt sind wir künftig in der Lage, an jedem Ort im Katastrophenfall bis zu 100 Personen zu betreuen. Das Fahrzeug bringt alle notwendigen Materialien für den Aufbau eines Betreuungsplatzes mit. Gleichzeitig verfügen wir mit dem DRK über eine motivierte und leistungsfähige Mannschaft, die unseren Katastrophenschutz damit deutlich stärkt. Darüber sind wir sehr froh.

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Auch aus Sicht des DRK wird die praktische Bedeutung des neuen Fahrzeugs deutlich. Felix Hannover, Fachdienstführer Betreuung der DRK-Bereitschaft Jerichower Land, erklärt:

Der Gerätewagen wird vor allem dann wichtig, wenn viele Menschen gleichzeitig Hilfe brauchen – etwa bei Evakuierungen, Bränden oder größeren Schadenslagen. Wir können schneller reagieren, eine Notunterkunft aufbauen und die Versorgung der Betroffenen deutlich strukturierter sicherstellen als bisher.

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Ebenfalls anwesend war Martina Ede, Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungswesen. In ihrem Grußwort betonte sie insbesondere die Bedeutung der neuen Ausstattung für den Fachdienst Betreuung und die weitere Entwicklung des Katastrophenschutzes im Landkreis:

Die ersten Kameraden haben bereits eine Grundeinweisung am IBK erhalten. Das Fahrzeug ist ein wichtiger Schritt, um den Fachdienst im Rahmen der neuen Struktur weiter zu stärken. Wenn man an die bisherige Technik denkt, war diese Modernisierung längst überfällig. Gleichzeitig wissen wir, dass dies noch nicht das Ende ist. Im Land wird weiter daran gearbeitet, auch zusätzliche Ausstattung – etwa im Bereich Verpflegung – zu realisieren. Wir stehen hierzu im engen Austausch mit dem Ministerium und setzen uns dafür ein, dass weitere notwendige Fahrzeuge folgen. Wichtig ist uns außerdem, die Zusammenarbeit weiter zu stärken. Gemeinsame Übungen mit dem Fachdienst Betreuung und der Feuerwehr sind bereits geplant, um Synergien zu nutzen und Abläufe weiter zu verbessern. Für den Gerätewagen gilt: Er wird weiter ergänzt, wo noch Ausstattung folgt. Und natürlich wünschen wir uns, dass er möglichst nur für Übungen benötigt wird und nicht im Ernstfall.

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Background:
Der Gerätewagen ist Teil einer landesweiten Beschaffungsmaßnahme des Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt. Insgesamt wurden neun Fahrzeuge an acht Landkreise und eine kreisfreie Stadt übergeben. Die Gesamtkosten für die Fahrzeuge belaufen sich einschließlich der Funktechnik auf rund 3,65 Millionen Euro.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang erklärte im Rahmen der Übergabe des Landes an die Kommunen:

In Notlagen sind oft die ehrenamtlichen Helfer zuerst vor Ort und leisten einen wertvollen Beitrag, um Menschen zu helfen. Dieses ehrenamtliche Engagement ist das Rückgrat unseres Bevölkerungsschutzes und damit von unschätzbarem Wert für die Sicherheit der Menschen in Sachsen-Anhalt.

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Der Landkreis Jerichower Land erhielt einen Gerätewagen mit dem Modul „Unterkunft“. Dieses Fahrzeug ist darauf ausgelegt, bis zu 100 betreuungsbedürftige Menschen unterzubringen und mit grundlegenden Versorgungsgütern zu versorgen.

Mit der Übergabe wird der Bevölkerungsschutz im Jerichower Land weiter gestärkt und die Einsatzfähigkeit des DRK im Bereich Betreuung nachhaltig ausgebaut.

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Hintergrund: Was macht ein Gerätewagen Betreuung?

Ein Gerätewagen Betreuung (GW-Betreuung) ist ein zentrales Einsatzfahrzeug im Bevölkerungsschutz. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn viele Menschen gleichzeitig Hilfe benötigen – etwa bei Evakuierungen, Bränden oder Unwetterlagen.

Die besondere Aufgabe dieses Fahrzeugs liegt nicht im klassischen Rettungsdienst, sondern in der Versorgung und Betreuung von Menschen.

Konkret bedeutet das:

  • Aufbau und Betrieb von Notunterkünften
  • Unterstützung bei der Versorgung mit Essen und Getränken
  • Bereitstellung von Material für Unterkunft und Organisation 

Im Einsatz bringt der GW-Betreuung alles mit, was dafür benötigt wird – von Feldbetten über Beleuchtung bis hin zu Technik für die Registrierung von Betroffenen.

Je nach Ausstattung kann mit einem solchen Fahrzeug die Versorgung oder Unterbringung von bis zu 100 Personen sichergestellt werden.

Damit ist der Gerätewagen ein unverzichtbarer Bestandteil des Katastrophenschutzes – insbesondere dann, wenn schnelle Hilfe für viele Menschen gleichzeitig organisiert werden muss.

Porträt von Felix Hannover, Leiter der DRK-Bereitschaften Jerichower Land, in orangefarbenem DRK-Einsatzweste mit Rettungssanitäter-Emblem.

DRK Regionalverband
Magdeburg – Jerichower Land e. V.
Bereitschaft Jerichower Land
In der Alten Kaserne 13
39288 Burg

Bereitschaftsleitung
Felix Hannover

Tel: 01511 5502089
E-Mail: f.hannover(at)drk-mdjl.de

Mit der Übergabe eines neuen Gerätewagens Betreuung erweitert die DRK-Bereitschaft Jerichower Land ihre Einsatzmöglichkeiten im Bevölkerungsschutz. Das Fahrzeug ist speziell für die Betreuung und Unterbringung von Betroffenen in größeren Einsatzlagen ausgelegt.