Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | Schnee und Eis machen Lust auf die Natur. Nicht wenige Menschen nutzen wegen der bestehenden Corona-Maßnahmen die Gelegenheit zum Zeitvertreib an der frischen Luft., dabei sind auch offene Gewässer Ziel von Nahausflügen. Nicht selten werden die Eisflächen betreten, um sich zu bewegen und besondere Momente zu erfahren. Diese besonderen Momente können auch unglücklich sein, nämlich dann, wenn die zuvor als stabil eingeschätzte Eisdecke plötzlich nachgibt. Die Gefahren des Ertrinkens oder eines Kältetodes werden da von vielen gedanklich weit nach hinten geschoben.
Bei den Rettungsschwimmern sieht das anders aus. Sie kennen das Element Wasser in alle seinen Zuständen. Deshalb ist die Eisrettung Bestandteil der Rettungsschwimmausbildung. Die Temperaturen wie in den letzten Tagen sorgten nun dafür, dass die Rettungsschwimmer der Wasserwacht Burg eine reale Eisrettungsübung durchführen konnten.
Die Übung an einem der Teiche an „Wegeners Bruch“ war erst durch die freundliche Genehmigung des Eigentümers des offenen Gewässers möglich geworden.
Um nach den Schneefällen den Teich mit der schweren Technik erreichen zu können, halfen Mitarbeiter des Bauhofes Bethge bei der Beräumung einer Fahrspur.
So konnten die ehrenamtlichen Mitglieder der DRK-Wasserwacht Burg mit ihrem Gerätewagen Wasserrettung und anderen Fahrzeugen bis an das Gewässer heranfahren und die mitgebrachten Übungsmaterialien ortsnah entladen.
Für die Übungen auf dem zugefrorenen Gewässer waren zwei Ausbildungsdurchgänge mit jeweils sechs Teilnehmer angesetzt.
„Die letzte Eisrettungsübung liegt für uns als DRK-Wasserwacht bereits einige Jahr zurück. Daher galt es den Wissensstand unserer Mitglieder zu erkennen und abzurufen. Durch das reinige Probieren wurden die Vor- und Nachteile der zur Verfügung stehenden Rettungsmittel erkannt. Erst im zweiten Schritt gingen die Mitglieder unter fachkundiger Anleitung der Ausbilder erneut an die Rettung. Dabei nutzten sie zuvor erhaltene Hinweise in Bezug auf Abweichungen und Risiken“, erklärt Andreas Thiele abschließend.
So wurden neben den klassischen Rettungsmethoden über Leitern und Spineboard, auch eine Schleifkorbtrage und ein Eisrettungsschlitten eingesetzt. Gut gesichert durch Rettungsleinen und viele Hände betraten die Rettungsschwimmer das Eis.
„Zunächst gilt es die Handgriffe für die Rettenden zu verinnerlichen, dazu nutzen wir eine Rettungspuppe. Im späteren Verlauf werden wir das Retten von Personen an einer realen Einbruchsstelle üben“, informiert Ausbilder René Ostheeren.
Bevor es aber ins Eiswasser ging, überzeugte sich DRK-Regionalverbandsvorstand Andy Martius vom Ausbildungsstand der Rettungsschwimmer. Er stellte sich kurzerhand als zu Rettender zur Verfügung und ließ sich fachgerecht ans Ufer zurückbringen.
„Die Motivation und Leistungsfähigkeit unserer ehrenamtlichen Mitglieder der DRK-Wasserwacht Burg ist hervorragend. Ich bin froh, eine so starke und einsatzfähige Truppe in den Reihen unseres DRK zu haben“, konstatierte er.
Schließlich ging es an den letzten Abschnitt der Übung. Gut ausgerüstet mit einem Überlebensanzug wagte sich einer der Rettungsschwimmer ins Wasser und ließ sich bereitwillig über die verschiedenen Rettungsmittel sicher ans Ufer bringen. „Kraftzerrend“ verriet einer der Rettungsschwimmer, nachdem er seinen Kollegen gerettet hatte.
Insgesamt neun Stunden waren die Rettungsschwimmer der Wasserwacht Burg vor Ort.
Gedeckt war ihre Ausbildung von aktuellen Corona-Regelungen. So heißt es in der (Neunte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – 9. SARS-CoV-2-EindV, § 8, Abs. 5. „Ausgenommen hiervon sind: Die Aus- und Fortbildung von Rettungsschwimmern sowie die Durchführung von Lehrgängen und Prüfungen zum Erwerb von Trainerlizenzen.“

             

 

 

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