Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Wenn jemand auf oder im Wasser in Not geraten ist, dann ist sie zur Stelle. Egal ob im Schwimmbad oder auf dem Baggersee. Die Rede ist von der Wasserwacht. Auch in Burg und dem Jerichower Land gibt es Frauen und Männer, die durch ihre Ausbildung dazu befähigt sind, Menschen auf und aus dem Wasser zu retten. Andere, vor allem Kinder arbeiten gerade in intensiven Trainings daran einmal selbst als Lebensretter auf und im Wasser aktiv sein zu können. Mit 115 Mitgliedern ist die Wasserwacht Burg eine starke Gemeinschaft, die ein großes Plus vorzuweisen hat, wie Schatzmeisterin Ines Schrader es formulierte. Die Wasserwacht Burg verfügt laut ihr über moderne Rettungsmittel, die die Wasserwacht auch für Außenstehende interessant macht. Zu diesen modernen Rettungsmitteln gehört unter anderem das erst neu beschaffte Rescue Water Crawft (RWC), eine Art Jet Ski mit Rettungsplattform.

Diese modernen Rettungsmittel die, laut Wasserwacht-Kreisleiter Andreas Thiele, schon mal im Zuge des Katastrophenschutzes vom Landkreis Jerichower Land finanziert werden, sind aber einem ständigen Verschleiß ausgesetzt und müssen von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Ersatzneubeschaffung nannte er dies in seinem Jahresbericht. Neben den Ersatzneubeschaffungen muss die Wasserwacht auch noch an anderen Stelle investieren. Durch Neuausbildungen in den Bereichen Fließwasserretter, Sanitätsdienst und Bootsführer müssen auch neue Einsatzbekleidungen angeschafft werden. Durch diese Ausbildungsbereitschaft in der Wasserwacht Burg hat sich diese in Sachsen-Anhalt zu einer festen Größe auf Landesebene entwickelt, wie Thiele in seinem Jahresbericht konstatierte. Auch deshalb, weil, die Wasserwacht Burg mit 14 ausgebildeten Fließwasserretter die meisten Fließwasserretter aller Wasserwacht-Kreisverbände in Sachsen-Anhalt stellt, meinte Thiele weiter und fügt an: „Wir bekommen oft Anfragen aus anderen Kreisverbänden zu Ausbildung und Hilfestellung bei Absicherungen.“

Damit dies auch so bleibt, setzen die Ausbilder und Jugendgruppenleiter um René Ostheeren und Ina Heinrich alles daran, dass Ausbildungsniveau hochzuhalten. Allein 30 Mitglieder zählt die Jugendgruppe der Wasserwacht Burg. Laut Thiele ist die Gruppe damit voll, weil die Kapazitäten für größere Trainingseinheiten erschöpft sind.

Training war auch das Stichwort beim Blick auf das nächste Jahr. Thiele machte darauf aufmerksam, dass in 2020 die Sanierung der Burger Schwimmhalle beginnen würde, was zu einem Wegfall der bisherigen Trainingsstätte der Wasserwacht führen würde. „Zwar können wir im Sommer auf offene Gewässer ausweichen, in den Herbst- und Wintermonaten fehlt uns die Schwimmhalle dann aber, um unsere Schwimmfähigkeiten auf dem bisherigen Niveau halten zu können“, erklärte er.

Für den Vorstand des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e. V., Frank Ruth, der als Gast der Jahreshauptversammlung beiwohnte, stellt die Wasserwacht Burg dennoch „ein hervorragendes Aushängeschild des Regionalverbandes dar, dessen Einsatz nicht hoch genug bewertet werden kann.“

Die anwesenden Wasserretter nahmen dieses Kompliment gern entgehen, sahen aber in den kommenden Aufgaben eine finanzielle Hürde, die mit der bisherigen Finanzstruktur des Vereins nicht zu stemmen sei. Mit allein 1800 Euro bezifferte Ines Schrader den Kostenvoranschlag für die Reparatur des Rettungsbootes. Hinzu rechnete sie die Beschaffung neuer Einsatzkleidung für die frisch ausgebildeten Fließwasserretter. Allein den Preis für ein paar Schuhe bezifferte sie mit 150 Euro.

Finanzielle Unterstützung bekam die Wasserwacht bereits von der Sparkasse Jerichower Land, die der Jugendgruppe neue Trainingsanzüge sponserte. Allein auf Sponsoring wollen sich die Wasserretter aber nicht verlassen. Sie diskutierten deshalb, wie die Wasserwacht auf finanziell solidere Füße gestellt werden kann. Bevor es an die Ehrungen und Auszeichnungen ausgewählter Wasserwachtmitglieder ging, einigten sich die Anwesenden noch auf einen gemeinsamen Jahresarbeitsplan. Dieser sieht unter anderem eine gemeinsame Sandsackausbildung mit dem Technischen Hilfswerk, Ortsverband Burg, vor. Vor allem die Arbeiten von der Wasserseite aus interessieren die Wasserretter dabei. Daneben wurde auch eine Reise zu den norwegischen Wasserrettern des Norges Røde Kors (norwegisches Rotes Kreuz) beschlossen, zu denen die Burger Wasserwacht seit einigen Jahren freundschaftliche Beziehungen pflegt. Auch ein Frühjahrs- und Herbstbiwak wird im nächsten Jahr wieder durchgeführt, waren sich alle Anwesenden einig.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Wasserwacht wurden Ina Heinrich – 10 Jahre, Nils Fischbock – 10 Jahre, Lars Neumann – 10 Jahre, André Schütz – 10 Jahre und Killian Hüttner – 30 Jahre ausgezeichnet.

Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt Jens Hofmann von Andreas Thiele. Thiele begründete die Verleihung der Leistungsmedaille der Gemeinschaften in Silber mit dem hohen Engagement und der Bereitschaft zu Ausbildungen, die Jens Hofmann in kürzester Zeit in verschiedenen Bereichen gezeigt und absolviert hat.

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