Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | „Dass da so viel zusammenkommt, habe ich nicht erwartet und es hat mich echt überrascht“, beginnt Marion Schnoor. Was sie meint, ist die Zahl auf dem Spendenscheck, den sie in die DRK-Geschäftsstelle Burg mitgebracht hat.  Nicht nur die Spenderin und ihr Mann Kay-Ebe Schnoor sind überrascht. Auch Susann Schuster, Leiterin des DRK-Frauenhauses, ist es. „So viel Geld“, freut sie sich. „Ihre Arbeit ist in dieser Zeit mit Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen Gold wert. Ich kann es mir gut vorstellen, wie es in Familien mit drei Kindern auf 60 Quadratmetern mit Homeoffice und Hausunterricht plus Partnerschaft ist. Da liegen die Nerven schnell mal blank. Selbst bei uns will keiner mehr ins Homeoffice. Da heißt es immer: bloß nicht! Ich will wieder andere Menschen sehen und mit ihnen kommunizieren“, so Marion Schnoor.  Schuster muss aufklären: „Ausgangssperren, Heimarbeit und digitaler Hausunterricht machen sich tatsächlich bei uns in den Zahlen nicht bemerkbar.“ Bemerkbar macht sich hingegen die Summe, die Schnoors spenden. 6000 € sind es, die zum 60. Geburtstag von Marion Schnoor zusammengekommen sind. Sie hat auf Geschenke von Freunden verzichtet und stattdessen um eine Spende für das DRK-Frauenhaus gebeten. Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen und griffen selbst tief in die Tasche. So tief, dass Schuster einen lang gehegten Traum auf dem Außengelände des DRK-Frauenhauses greifbar verwirklicht sieht. „Wir arbeiten schon lang auf einen Spielturm für die Kinder im Frauenhaus hin. Mit der Spende ist der nun möglich. Ich freue mich so“, ist Schuster begeistert und holt sodann einen Katalog hervor, um den Schnoors das Objekt der Begierde zu zeigen. „Wir haben zunehmend immer mehr Kinder in Obhut, die wollen sich auch kindgerecht beschäftigen. Das können wir ihnen nun bieten“, konstatiert Schuster. Die Abwechslung neben der sozialpädagogischen Arbeit mit den Frauen und Kindern tut den Kindern gut, weiß die Leiterin des DRK-Frauenhauses. Dass sich das DRK-Frauenhaus noch nie über eine so große Summe freuen konnte, will DRK-Regionalverbandsvorstand Andy Martius nicht unerwähnt lassen. „Die Arbeit des Frauenschutzhauses ist auch extrem wichtig“, gibt Marion Schnoor daraufhin zurück. Wie wichtig, das zeigen jüngste Fälle und Richtersprüche, die laut Schuster ein falsches Signal an Frauen aussenden, die von Gewalt bedroht oder dieser bereits ausgesetzt sind. Für die Kinder, die diese Gewalt oftmals viel zu direkt miterleben und deshalb selbst psychosoziale Hilfe benötigen, wird der neue Spielturm, den die Spende ermöglicht, eine gute Möglichkeit bieten, wieder Kinder zu sein mit einem kindgerechten Spielgerät.

Die Leiterin des DRK-Frauenhauses Burg, Susanne Schuster zeigt Kay-Ebe und Marion Schnoor den Wunsch Kletterturm, der mit der Spende der beiden nun möglich wird.

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