Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | Die Corona-Pandemie erstreckt sich auf alle Bereiche des Lebens und der Gesellschaft. Auch auf solche, die von vielen zunächst nicht bedacht werden. Aber gerade dort bewirken die mit der Pandemie einhergehenden Maßnahmen erhebliche Schwierigkeiten in den Arbeitsprozessen. Das zeigt sich zum Beispiel in den Frauenschutzhäusern.  Der DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. ist mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt Träger eines solchen Frauenschutzhauses. In den Medien wurde in den letzten Monaten häufig darauf hingewiesen, dass die beschlossenen Kontakteinschränkungen, Kurzarbeit, Homeoffice und Isolation zu einem Anstieg von häuslicher Gewalt in den Familien führen würde. Damit musste sich auch das DRK-Frauenschutzhaus auseinandersetzten. Zeitgleich ist der gesundheitliche Schutz der Frauen im Frauenschutzhaus geboten.  Es musste eine Lösung gefunden werden, die es ermöglichte derzeitige Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen vor einer Corona-Infektion zu schützen und die gleichzeitig für schutzsuchende Frauen einen sicheren Ort bot. Zunächst wurde besprochen, ob die Möglichkeit besteht alle schutzsuchenden Frauen vor einer Aufnahme zu testen. Dieser Gedanke musste aus organisatorischen Gründen verworfen werden. „Daraufhin wurde kurzfristig, gemeinsam, mit dem Landkreis Jerichower Land und der Wohnungsbaugenossenschaft Burg (WOBAU) eine Lösung gefunden“, so DRK-Regionalverbandsvorstand Andy Martius. Außerhalb des Frauenschutzhauses konnte so für Frauen und Kinder ein Zufluchtsort geschaffen werden. Die Wohnung war allerdings nur mit dem Nötigsten ausgestattet.

„Die Schutzwohnung steht im Akutfall den Frauen und Kindern zur Verfügung, die unklare Symptome aufweisen, zu einer besonderen Risikogruppe (mit Vorerkrankungen) gehören oder sich in Quarantäne befinden und die Hilfe eines Frauenschutzhauses benötigen“, so die Leiterin des DRK-Frauenhauses Susann Schuster.

„Wenn Frauen mit oder ohne Begleitung ihrer Kinder aus der häuslichen Gewaltsituation fliehen müssen, haben sie meist schon einen längeren Leidensweg hinter sich und sind dementsprechend psychisch und emotional erschöpft, dann ist das neue Lebensumfeld im Frauenschutzhaus mitunter ebenso wichtig wie die psychosoziale Beratung. Die Schutzwohnungen bedurften also einer entsprechenden Ausstattung. Hier kam unerwartet das IKEA Einrichtungshaus Magdeburg zur Hilfe. Das Einrichtungshaus hatte sich zuvor an die Frauenhauskoordinierungsstelle in Berlin gewandt und dort angeboten, bei der Bewältigung von Problemen zu helfen, die im Zuge der Corona-Pandemie und Maßnahmen entstanden sind.

So konnte der DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. acht Paletten mit Mobiliar und kindgerechten Einrichtungsgegenständen entgegennehmen und die zwei Schutzwohnungen angemessen und freundlich einrichten. „Der Kontakt zu IKEA Magdeburg war von Anfang an sehr herzlich. Es war zu spüren, dass IKEA helfen wollte“, berichtet Schuster.

Die Schutzwohnung wurde, dank der IKEA-Initiative, so zu einem sozialen Raum, in dem schutzsuchende Frauen und ihre Kinder ankommen und sich neu orientieren können. Die Begleitung und Beratung ist durch die Mitarbeiterinnen des Frauenschutzhauses gesichert.

Tobias Rudolph vom DRK und IKEA-Mitarbeiter Ivar Zibolka verluden gemeinsam die letzten Möbel in die Transporter des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e. V. Gemeinsam beluden die Mitarbeiter des DRK-Regionalverbandes und des IKEA Einrichtungshauses Magdeburg die Fahrzeuge Gemütlich eingerichtet, steht die Wohnung des Frauenschutzhauses für Frauen und Kinder bereit.

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