Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Gommern | Jährlich treten drei bis fünf junge Menschen ein Ausbildungsverhältnis bei der DRK-Rettungsdienst Magdeburg-Jerichower Land gGmbH an. Ihr Ziel: ein erfolgreicher Abschluss als Notfallsanitäter*in. Neben der schulischen Wissensvermittlung an der Landesrettungsschule müssen die angehenden Lebensretter mindestens 1600 Stunden in sogenannten Lehrrettungswachen ausgebildet werden. Hierzu stehen ihnen nicht nur fachlich versierte und erfahrene Notfallsanitäter als Praxisanleiter zur Seite, sie können auch auf eigenen Räume zurückgreifen, die in den Lehrrettungswachen integriert sind. Über zwei solcher Lehrrettungswachen verfügt die DRK-Rettungsdienst Magdeburg-Jerichower Land gGmbH in Burg und Genthin. Auf sie allein konzentrierte sich bislang die Ausbildung aller angehenden Notfallsanitäter*innen, die ihre dreijährige Ausbildung beim DRK-Rettungsdienst im Jerichower Land absolvierten und in den Diensten des aktiven Rettungsdienstes vom ersten Tag an als dritte Person integriert sind. Mit dem Neubau der Rettungswache in Gommern waren sich die Verantwortlichen des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e. V. um DRK-Vorstand Frank Ruth und DRK-Rettungsdienst-Prokurist Jörg Stumpf einig, dass auch diese zukünftig als Lehrrettungswache fungieren sollte.

Eigens dafür wurde für den Neubau eine autarke Ausbildungsstätte innerhalb der Rettungswache geplant und umgesetzt. Mit einem eigenen Eingang, eigener Toilette, Küche, Schreibtisch und Lehrmaterialien ausgestattet, stellt sie ideale Bedingungen für die Auszubildenden und ihre Praxisanleiter. Damit dies nun auch in den Dienstplänen Berücksichtigung finden kann, wurde beim Landesverwaltungsamt der Antrag zur Erteilung als Lehrrettungswache gestellt. Nicole Küchenhoff und Thomas Löser vom Landesverwaltungsamt als Bearbeiter des Antrages wollten sich von der neuen Wache und den Ausbildungsmöglichkeiten ein eigenes Bild machen und baten um einen Vor-Ort-Termin, der nun stattfand. „Es ist immer besser, die Räumlichkeiten und Möglichkeiten an einem Standort in Augenschein zu nehmen, als anhand von Zeichnungen und Beschreibungen zu urteilen“, erklärte beispielsweise Löser.

Er und seine Kollegin ließen sich von Jörg Stumpf und seinem Stellvertreter Christian Lux sowie von den Praxisanleitern die Abläufe der Ausbildung und deren Organisation erläutern, ehe der stellvertretende Wachenleiter Carsten Prinzler den beiden die verschiedenen Räumlichkeiten der Wache zeigte und erklärte. So erfuhren sie, dass die Auszubildenden, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, mit fünf Achtstundenschichten pro Woche in den Dienstbetrieb integriert werden, während die Volljährigen, drei Zwölfstundenschichten pro Woche für ihre Praxisausbildung zur Verfügung stehen.

Diese Ausbildung ist dabei an „ein eigenverantwortliches Lernen und Handeln angelehnt“, wie auch Stumpf zu verstehen gab. Damit meinte er, dass die Auszubildenden zunächst ihre Bescheinigung als Rettungssanitäter und einen Führerschein der Klasse C1 selbstständig erlangen müssen, um eigenständig als zweite Fachkraft auf einem Rettungswagen mitfahren zu können. „So lernen die Auszubildenden wesentlich mehr und haben noch immer den Notarzt und einen erfahrenen Notfallsanitäter als Praxisanleiter an ihrer Seite“, führte der Prokurist aus.

Die Ansprüche an die Auszubildenden sind also hoch, auch weil der Rettungsdienst immer häufiger gerufen wird und deshalb nur gut ausgebildete und zuverlässige Notfallsanitäter Leben retten. Von 12000 Einsätzen im Jahr 2010 auf 16000 im Jahr 2020 stiegen die Alarmierungen, wie Christian Lux berichtete. Zehn Auszubildende streben derzeit in der DRK-Rettungsdienst Magdeburg-Jerichower Land gGmbH den erfolgreichen Abschluss zum Notfallsanitäter an. Sie alle können, so Küchenhoff und Löser, noch vor Weihnachten nun auch in Gommern ausgebildet werden, denn der positive Bescheid zum Antrag, dass die Rettungswache Gommern als Lehrrettungswache geführt werden kann, soll in den nächsten Tagen erfolgen.

 Der stellvertretende Wachenleiter Carsten Prinzler erläutert Nicole Küchenhoff vom Landesverwaltungsamt die Möglichkeiten, die den Frauen und Männer in der Wache an Sanitären- und persönlichen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.In der autark liegenden Ausbildungsstätte überzeugten sich Thomas Lörs und Nicole Küchenhoff vom Landesverwaltungsamt von den optimalen Gegebenheiten, die eine hervorragende Ausbildung ermöglichen.

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