Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Möckern | Das Pflegeteam im DRK-Seniorenzentrum Möckern wollte es sich nicht nehmen lassen, ihre Leiterin gebührend in den Ruhestand zu verabschieden. Bevor Margit Schaefer (67) zu ihrem letzten Dienst antrat, hatten die Pflegefachkräfte nicht nur das Büro der scheidenden Chefin dekoriert, sondern gleich das ganze Haus. Silberne Luftballons hingen in den Fenstern und deuteten auf eine Zahl hin, die mit Margit Schaefer verbunden ist. Die 20. Genau 20 Jahre. Vom 15. Februar 2002 bis zum 15. Februar 2022 hatte sie die Leitung des DRK-Seniorenzentrums in Möckern inne. 20 Jahre, die nicht allein ihre berufliche Leistung in der Pflege widerspiegeln, denn die neue Ruheständlerin begann bereits 1991 damit ältere Herrschaften bei der Bewältigung von alltäglichem zu unterstützen. Damals noch in Papsdorf, wo sie elf Jahre tätig war, davon neun als Leiterin. Schaefer erinnerte sich an ihrem nun letzten Tag genau an diese Zeit. „Ich musste damals vor ein Gremium im Landkreis und mich erklären, warum ich denn Leiterin einer Einrichtung werden möchte. Das war aber kein Problem. Ich stammte aus einem Mehrgenerationenhaushalt mit Urgroßeltern, Großeltern, Eltern und uns Kindern. Das Betreuen und Pflegen gehörte bei uns zum Leben dazu. Es war eine Selbstverständlichkeit und ist es bis heute geblieben“, erzählt die gelernte Krankenschwester Schaefer. Nicht ohne einen Vergleich zu ziehen. „Es hat sich in den letzten 30 Jahren einiges verändert“, weiß sie zu berichten. Viele ältere Menschen bleiben heute länger in ihrer Häuslichkeit. Kommen erst, wenn die kognitiven oder physischen Fähigkeiten so weit eingeschränkt sind, dass selbst die Angehörigen nicht mehr richtig Pflegen und betreuen können. Die Rate Demenzerkrankter sei gestiegen und auch die Auflagen und Prüfungen würden das Pflegen nicht leichter machen. Für Schaefer überwiegt aber noch immer das Schöne an ihrem Beruf. „Ich konnte schon immer gut mit den Alten. Es ist eine Freude, mit den Alten zu interagieren. Unser Beruf hat so viele Kleinigkeiten, die einen das Pflegen leicht machen. Der Dank der Angehörigen genauso wie das tägliche Miteinander im Team und mit den Bewohnern. Mit ihrem Gang in den Ruhestand erwarten sie neue, aber auch bekannte Aufgaben. „Ich möchte mehr Zeit mit meinen Eltern verbringen und überhaupt wird für mich die Familie ganz oben stehen“, erzählt sie. Das kann sie auch, denn ihr Erbe ist in guten Händen. Andrea Meißner (39) wird als Leiterin des DRK-Seniorenzentrum Möckern folgen. In den Kittel dazu verhalf Schaefer ihrer Nachfolgerin eigenhändig. „Den Kittel trägt jetzt meine Nachfolgerin“, sagt sie und lacht, um anzufügen: „Ich wünsche dem ganzen Team nur das Beste. Der Zuspruch für unsere Einrichtung möge erhalten bleiben und die Gesundheit aller natürlich auch.“
Für Andrea Meißner ist klar: „Es wird alles so bestehen bleiben, wie es ist. Der Zusammenhalt im Team und mit den Bewohnern ist unsere Stärke und sichert die hohe Qualität unserer Pflege.“ Meißner weiß aber auch: „Die Leitung ist nichts ohne das Team.“ Das besteht im DRK-Seniorenzentrum aus 35 Mitarbeitern.

   

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