Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | Vier Kartons auf eine Sackkarre schob heute Morgen, der Burger Stadtrat Gerry Weber zum DRK-Seniorenzentrum "C. A. Gottfried Pieschel". Es war eine Sachspende der besonderen Art, die Weber an den Leiter des Seniorenzentrums, Sebastian Rudolph übergab.Als Werber eine der Kartons öffnete, kamen verschiedene Magazine und Zeitschriften zum Vorschein, daneben lagen Kleinigkeiten wie Kugelschreiber und anderes. „Lesestoff für die Senioren“, beschrieb es Weber, der nach eigenen Angaben 526 Verlage in Deutschland und Österreich angeschrieben und um Unterstützung gebeten hat. Sein Engagement und seine Bitten blieben augenscheinlich wohl nicht unbeantwortet, denn Weber will in der nächsten Zeit alle sozialen Einrichtungen im Jerichower Land besuchen und ihnen Kartons mit Zeitschriften und allerlei anderen Dingen übergeben.

„15 Paletten, rund 20 Tonnen, an Material haben mir die Verlage geschickt“, erklärt Weber noch vor Ort. Mit dabei Zeitschriften von Garten, über Promiklatsch und Modellbau, bis zur Ornithologie. „Ich habe da keine politische Sortierung vorgenommen. Was kam, haben meine Mitarbeiter und ich in Kartons aufgeteilt, die verteile ich jetzt“, lässt er wissen. Seine Intention verrät Weber dann auch: „Es ist gerade eine schlimme Zeit, vor allem für die Bewohner von Senioreneinrichtungen. Sie verstehen oftmals nichts, warum sie ihre Familien nicht besuchen können. Da spielt sich gerade ein Drama ab, bei dem ich schon Tränen gesehen habe“, meint der Spender, der die vielen Zeitschriften und anderen Dinge als Zeitvertreib, Ablenkung und Dankeschön sieht.

Denn in den 20 bis 30 Kartons die er jeden Tag mit seinen Mitarbeitern packt, befinden sich auch kleine Aufmerksamkeiten für die Pflegefachkräfte der Einrichtungen. Mr. Butterscotch hat hier also an alle gedacht und meint: „Was die Pflegefachkräfte leisten, ist einfach Wahnsinn. Es ist nicht allein die Pflegeleistung, sondern eine hoch emotionale Arbeit.“ Auch Sebastian Rudolph weiß um die derzeit schwierige Situation. In seiner Einrichtung werden 60 Bewohner betreut und gepflegt. „Die Seniorenzentren werden wohl die letzten sein, die geöffnet werden, da sind solche Einblicke nach draußen eine schöne Sache“, verrät er. Gerry Weber, der auf Spendenquittungen verzichtet, gab zum Abschluss zu verstehen: „Wenn Bedarf an weiterem Lesestoff ist, werde ich gern wiederkommen.“ Was nämlich bisher noch nicht verteilt wurde, sind die vielen Bücher, auch bekannter Verlage, die bei den Sendungen dabei waren.

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