Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Vom Fenster aus beobachten die Einwohner die Straße und die Natur. Lassen sich aus der Zeitung vorlesen. Das Leben geht auch da draußen weiter. Eine Gemeinschaft mit der Außenwelt herzustellen, wie bei der Aktion "Baumschals" derzeit nicht möglich. Auch das gemeinsame Singen, dass so viel Gemeinschaft impliziert, ist aus Infektionsschutzgründen untersagt. Mit Masken ist das auch irgendwie hinderlich. Stattdessen Bewegungsübungen, Gehirnjogging und ein Stück Kuchen. „Unsere Gemeinschaftsaktivitäten finden derzeit in kleinen Gruppen statt obwohl wir hier als Einrichtung als eine abgeschlossene Hausgemeinschaft gelten“, berichtet beispielsweise der Leiter des DRK-Seniorenzentrums Magdeburg, Dennis Wagener.

Größe Feste im Jahres- oder Lebenskreis, bei denen die Gemeinschaft gemeinsam feiert, fallen damit unter die Corona-Regelungen.

Was bleibt also für die Bewohner in Zeiten von Lockdown und Infektionsrisiken? Lichtblicke sind Besuche von Familienangehörigen. Die sind allerdings, so erklärt es Dennis Wagener, aufgrund der aktuellen Eindämmungsverordnung nur einzeln und nur für eine Stunde gestattet.

Für jeden Besucher ist eine telefonische Voranmeldung mit Terminabsprache notwendig, denn mit dem Besuch der Angehörigen geht auch ein Corona-Schnelltest einher.

„Momentan benötigen wir bis zu zehn Minuten für eine Schnelltestung, denn wir müssen die Sicherheitsbestimmungen einhalten, zu denen auch das Anlegen einer speziellen Sicherheitsbekleidung gehört“, berichtet Wagener weiter und setzt seine Hoffnung auf die Mitarbeit eines Bundeswehrangehörigen, der diese Schnelltests durchführen könnte.

„Das würde Personal freimachen“, konstatiert Wagener.

Das Angebot des Gesundheitsamtes Magdeburg zur kostenfreien Vermittlung eines Bundeswehrangehörigen hat er deshalb dankend angenommen. Für drei Wochen könnte die Uniform dann zum Alltag im DRK-Seniorenwohnpark Magdeburg gehören.

Die Probleme in der Corona-Zeit sind damit aber nicht gelöst. Weder für die Bewohner noch für das Wohnparkpersonal. Auch die bereits erfolgten Impfungen von 45 der 63 Wohnparkbewohner und 36 Mitarbeitern ändert daran nicht. Quarantäneanordnungen für Mitarbeiter wegen Positivfällen in Familien und Freundeskreis haben nach wie vor Auswirkungen in allen Einrichtungen. Die Testungen aller Mitarbeiter zwei Mal pro Woche helfen zudem, Infektionsrisiken zu minimieren.

So ist zu hoffen, dass die nächsten Geburts- und Feiertage wieder im großen Kreis begangen werden können, damit das Leben vor der Tür wieder zum Leben hinter der Tür wird.

Einrichtungsleiter Dennis Wagener führt hier einen PoC-Schnelltest bei einer Mitarbeitern durch.

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