Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | Seit dem 1. November ist sie geöffnet, die neue DRK-Kindertageseinrichtung im Burger Stadtteil Süd. „Es war ein klassischer Kaltstart“, erklärt DRK-Regionalverbandsvorstand Andy Martius. Dieser Kaltstart erklärt sich aus den Umständen, mit denen die neue DRK-Kita an den Start ging. Neues Gebäude, neues Personal, neue Kinder. Für alle ist alles neu. Dennoch waren „ersten Tage verhältnismäßig entspannt und lang nicht so, wie vorgestellt“, meint die neue Einrichtungsleiterin Susanne Wust. Zu diesem Bild trugen auch die Eltern bei, die positiv angetan von der neuen Einrichtung waren und ruhig und entspannt in den neuen Alltag mit ihren Kindern gingen.
68 Kinder, neun Erzieherinnen und das technische Personal begeben sich nun seit 14 Tage auf eine gemeinsame Reise, die neue Einrichtung für sich zu entdecken. Der Namen der neuen DRK-Kita „Weltentdecker“ lässt aber vermuten, dass an den Türen und Fenstern nicht Schluss sein wird mit dem Lernen, Entdecken und Erfahrung sammeln. Dass sehen auch Wust und Martius so.
Der Eröffnung der neuen DRK-Kita, ist ein Stadtratsbeschluss von 2017 vorausgegangen, der seinen Anfang in einem Interessenbekundungsverfahren fand.
In dem Stadtratsbeschluss wurden seinerzeit einige Forderungen aufgestellt, die beim Bau der Einrichtung und bei der Einrichtungskonzeption umgesetzt wurden.
„Wir haben den geforderten hohen Integrationsanteil bereits jetzt umgesetzt. Auch der Grundriss wurde so gewählt, dass eine spätere Umnutzung möglich ist“, erklärt Andy Martius. Um all das umzusetzen, wurden vom DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. 3,5 Millionen Euro investiert, an denen sich die Bundesrepublik mit 645.841 Euro aus dem Bundesprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ beteiligte.

Viel Platz drinnen wie draußen

Die gestellten Anforderungen hatten natürlich auch Auswirkung auf die Größe der Einrichtung. „Mit 1219 Quadratmetern Bruttogeschossfläche haben wir natürlich ein sehr großes Objekt. In diesem wurden allerdings zwei Gruppenräume U3, drei Gruppenräume Ü3, ein Mehrzweckraum, eine eigene Küche für die Zubereitung einer ausgewogenen Ernährung, ein therapeutischer Bereich mit Hängegerät und Sportgeräten, ein Snozzle-Raum und weitere Räume integriert. Eine geplante Sauna ist bisher nicht fertiggestellt. „Hier wollen wir die Entwicklung im Bausektor abwarten“, erklärt Martius.
Während den Kindern bereits innen durch verschiedene Angebote und bauliche Eigenschaften der Gruppenräume viel geboten wird, werden sie nach Abschluss der Arbeiten am Außengelände noch einmal 5000 Quadratmeter erforschen können. „Es werden eine kleine Bühne für Aufführungen, ein kleiner Rodelberg, ein Sandkasten und viele Möglichkeiten zur Erweiterung des Allgemeinwissens zur Verfügung stehen“, erklärt Wust. Martius spezifiziert: Der CDU-Stadtverband Burg hat mit seiner Spende von Apfelbäumen ein Projekt angestoßen, das wir gemeinsam mit einem Anwohner umsetzen werden, der sich als echter Experte für alte Apfelsorten herausgestellt hat. Seine Expertise hat dazu geführt, dass zukünftig viele Obstbäume, vor allem alte Apfelsorten mit verschiedenen Fruchtzeiten, den Kindern immer wieder neuen Stoff zum Lernen und Erfahren bieten werden.“

Weltentdecker bis ins Kleinste

Die neue DRK-Kita trägt ihren Namen also nicht ohne Grund. Dass die Einrichtung nach einem internen Namensfindungsverfahren zu ihrem Namen kam, ist Martius besonders wichtig. „Die Mitarbeiter haben verschiedene Namen eingereicht. Vieles hatte einen Bezug zu Burg. Auch der alte Name der Kita, die vormals auf dieser Stelle Kindern in das weitere Leben führte, war darunter. Wir wollten aber Buratino nicht wiedererwecken. Am Ende haben sich alle für „Weltentdecker“ entschieden. Auch deshalb, weil er widerspiegelt, was wir als DRK leben“, so Martius.
Der weltoffene Ansatz und die weltumspannende Idee ist dabei nur eine Komponente. Dass die Kinder nach außen Schauen und die Welt für sich entdecken sollen, hat ebenso Gewicht. Und so finden sich die Weltentdecker auch bei den Gruppennamen wieder. „Jede Gruppe hat den Namen eines Tieres von einem Kontinent dieser Welt“, so Wust. Koala, Bären, Pinguine, Störche, Kängurus“ tummeln sich also nun bei den Weltentdeckern.

Neue Kollegen sind Willkommen

Das Team der Weltentdecker ist allerdings noch nicht komplett und damit die volle Auslastung der Einrichtung noch nicht gegeben. Für 90 Kinder, davon 30 integrative, gilt die Betriebserlaubnis. Um noch mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, vom Konzept der Weltentdecker zu partizipieren, werden bis Januar drei weitere Erzieherinnen das Team erweitern. „Wir sind in dieser Hinsicht noch auf der Suche nach Heilerziehungspflegern und Heilpädagogen“, äußert Martius. Die bisherigen Erzieherinnen hatten sich im Vorfeld intern aus anderen Einrichtungen zu den Weltentdeckern beworben. Martius verweist dabei auf einen Umstand, der zu dieser positiven Reaktion geführt hat: „Das Interesse, bei den Weltentdeckern tätig sein zu können, zeigt uns, dass wir mit unserer Umsetzung, die Mitarbeiter aller DRK-Kindertageseinrichtungen bei den Planungen für die neue DRK-Kita einzubeziehen, alles richtiggemacht haben.“ Der DRK-Regionalverband hat im Jerichower Land die Trägerschaft von zwölf Kitas und Horten und plant für das Jahr 2022 eine Erweiterung der Kita „Gänseblümchen“ in Hohenwarthe um 40 Plätze. Auch dabei werden wieder Firmen der Region Partner des DRK-Regionalverbandes werden, wie schon beim Bau der DRK-Kita Weltentdecker.

     

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