Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Genthin | In den Ferien etwas erleben, das gilt nicht nur, wenn es mit den Eltern in den Urlaub geht. Auch im DRK-Hort „Diesterweg“ hatten die Erzieherinnen für die rund 30 Hortkinder ein tolles Ferienprogramm vorbereitet.
So auch in der vergangenen Woche, als sich alles um Sicherheit, Hilfe und Rücksichtnahme dreht.
Schon der Montag hatte dafür in dieser Hinsicht einiges zu bieten, denn die Hortkinder besuchten die Freiwilligen Feuerwehr Altenplathow und Stadt Genthin. Natürlich standen hier die Einsatzfahrzeuge bei allen im Fokus. Eigens für die neuen Erstklässler im Hort hatte sich Christian Giese, stellvertretender Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Altenplathow, Zeit genommen, um diesen die Technik und das Einsatzfahrzeug vorzustellen. Ein wenig mehr an theoretischem und praktischem Wissen erhielten die Zweit- bis Viertklässler bei der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Genthin. Auf die Mädchen und Jungen warteten nicht nur sämtliche Einsatzfahrzeuge vor den Toren, sondern auch Dirk Röber und Enrico Koch samt Tochter und Jugendfeuerwehrmitglied Emmy.
Während Dirk Röber den DRK-Hortkindern so einiges zu den Kosten moderner Einsatztechnik zur Theorie der Brandbekämpfung und zum Notruf zu berichten hatte, wusste Enrico Koch vieles zu den in der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Genthin eingesetzten Einsatzfahrzeugen zu sagen. Und nicht nur das. Auch den Leiterpark der Drehleiter ließ er einmal bis in den Himmel ausfahren und versetzte die Hortkinder so ins Staunen. Der Höhepunkt beider Besuche, sowohl bei der Feuerwehr in Altenplathow, als auch bei der Feuerwehr der Stadt Genthin war sicherlich die Rückfahrt, die mit den Einsatzfahrzeugen der jeweiligen Standorte erfolgte.
„Das war eine tolle Sache für die Kinder und uns. Das sich die Feuerwehrleute eigens Zeit für uns genommen haben, dafür danke ich ihnen noch einmal herzlich“, so die Leiterin des DRK-Hortes „Diesterweg“ Annett Wiese.

Für die Hortkinder selbst ging es am Dienstag bereit weiter mit Blaulicht und Sicherheit. Die Verkehrswacht Jerichower Land und ein Streifenwagen des Polizeireviers Jerichower Land kamen in den Hort, um die Kinder mit Fahrsimulatoren, einem Fahrzeug- und Fahrradparkour und anderen Dingen rund um die Verkehrssicherheit zu überraschen. Vor allem die Rauschbrille, die einen Drogen- und Alkoholrausch imitierte, stand bei allen für kurze Zeit hoch im Kurs. Dass viele der DRK-Hortkinder auch noch ihre eigenen Fahrräder dabeihatten, verstärkte den Lerneffekt noch einmal zusätzlich. Mit zehn Mitarbeitern war dann auch die Verkehrswacht gut aufgestellt, den Kindern einiges in Punkte Verkehrssicherheit zu erläutern. „Die Fahrsimulatoren waren natürlich eine Besonderheit für die Kinder. So konnten sie Situationen gefahrfrei erleben, die sie im Realen nicht erleben sollten“, so Wiese.

Zur Wochenmitte wurde es ruhiger, aber nicht weniger spannend. Für die DRK-Hortkinder stand das Deutsche Rote Kreuz (DRK) selbst auf dem Themenplan. Anlässlich 100 Jahre DRK wurde gefragt: Was ist das DRK und wo hat es seinen Ursprung? „Dies zu verstehen war der erste Schritt für alle Weitere“, so Wiese, die mit ihren Kolleginnen altersspezifische Aufgaben verteilte. So waren die Erstklässler gefragt, im Internet zu recherchieren, welche Fahrzeuge beim DRK Verwendung finden, während die Zweitklässler die Historie erforschen und die Dritt- und Viertklässler die Aufgaben des DRK zusammentrugen. Für alle aber gab es zwei Filme zur Entstehung des Roten Kreuzes rund um Henry Dunant. „Da blieb schon einiges bei den Kindern hängen, das sie am Freitag noch einmal abriefen“, so Wiese.
Die hatte noch eine andere Überraschung organisiert. Jens Meißner. Der kam mit seiner Sattelzugmaschine zum Hort, um mit den Mädchen und Jungen über tote Winkel bei Lastkraftwagen (Lkw) zu sprechen. Mit Kreide und Kegeln zeigte er den DRK-Hortkindern, wie groß die Bereiche rund um einen Lkw sind, die vom Fahrer selbst mit Spiegel nicht einsehbar sind. Für einige der Kinder ein echter Aha-Effekt, als sie selbst hinter dem Lenkrad Platz nahmen, um sich von den gemachten Aussagen selbst zu überzeugen. „Es war schon erstaunlich zu beobachten, wie die Kinder den Lkw anschließend wahrnahmen. Einfach vor einem Lkw die Straße überqueren oder sich neben ihm zu stellen, werden wohl viele jetzt nicht mehr machen“, konstatierte die Hortleiterin.

Am Donnerstag hieß es dann „Verbandskästen auf“. Was ist Erste Hilfe und wie kann jeder sie leisten?, diese Frage versuchten die Erzieherinnen mit den Kindern gemeinsam zu beantworten. Dabei kamen erneut die fünf W-Fragen zur Sprache, aber auch konkrete Situationen und was die Kinder in diesen tun können. Sonnenbrand, Vergiftung und Sonnenstich waren hier ebenso vertreten wie ein Rollenspiel, in dem das Absetzen eines Notrufes durchgespielt wurde. „Für viele Kinder war das Thema Erste Hilfe wirkliches Neuland. Einen Sanitätskasten kannten viele noch nicht und schon gar nicht von innen. So besprachen wir den Inhalt wie die Rettungsdecke und übten auch gleich das Anlegen von Verbänden und die Herstellung eines Fingerkuppenverbandes“, berichtet Annett Wiese.

Für den Freitag stand zum Abschluss der Woche die Kreativität ganz oben auf dem Treppchen. „Die Kinder erstellten Plakate und beschäftigten sich kreativ mit dem DRK und seinem 100-jährigen Bestehen. Einige bastelten gar ein Krankenhaus oder schrieben einen Dank an die Feuerwehr“, erinnert sich Wiese.

    

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