Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Am 1. März startete der eingeschränkte Regelbetrieb in den Kindertageseinrichtungen des Landes. Auch in den Kindertagesstätten des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e. V. öffneten sich die Türen wieder für alle Kinder. Erzieherinnen, Kinder und Eltern zeigten darüber große Freude – Staunen blieb nicht aus.

Jerichower Land | Plakate und Luftballons an den Zäunen der Kitas, kleine Geschenke wie selbst gebastelte Schmetterlinge werden an die Kinder überreicht, freudige Gesichter prägten in den Kitas und Horten des DRK das Bild des Wiedersehens nach Monaten Kita- und Hortschließung.
„Alle Eltern hatten sich mit den Bestimmungen zur Kinderbetreuung beschäftigt, brachten die notwendigen Formulare gleich mit. Das hat Warteschlangen und Verzögerungen verhindert“, berichtete die Leiterin der DRK-Kita „Max & Moritz“ Gabriele Eggert aus Gommern. Sie zeichnet ein durchweg positives und vor allem emotionales Bild vom ersten Tag nach den Kita-und Hortschließungen. So hätten Kindern noch vor dem Betreten der Einrichtungen lieb gewonnene Freunde durch Winken und Rufen begrüßt und sich von Herzen gefreut. Gleiches berichtete Stephanie Martius, Leiterin der DRK-Kita „Rasselbande“ in Genthin. „Mit bereits heruntergelassener Autoscheibe ruft Elina ihrem Freund schon von Weitem zu: "Lukas, endlich bist du wieder da!!", und kaum parkt das Auto, rennt sie schon hinter ihrem Kumpel her und gemeinsam gehen sie in die Kita.“ Währenddessen begrüßten sich Katharina und Alexa lachend. Am liebsten wollen sie sich gar nicht mehr verlieren! Katharina mochte sogar am liebsten den ganzen Tag im Kindergarten bleiben und erst am Abend wieder nach Hause.

Geschichten und zu kleine Schuhe

Spiel und Spaß mit Freunden von zu Hause, von den letzten Monaten berichten, das geschieht in den Kindertageseinrichtungen noch in sogenannten Kohorten, also in fest definierten Gruppen. Dies hielt die Kinder aber nicht davon ab, ihre tief empfundene Freude zum Ausdruck zu bringen.
In der „Rasselbande“ gab es eine besondere Überraschung. Die Erzieherinnen einer Gruppe von Vorschulkindern spielten das Märchen von „Hänsel und Gretel vor, was Heiterkeit und Gelächter auslöste und die Rückkehr in die Gruppe und zu den Freunden noch etwas Besonderer machte.
Bei aller Freude blieben ein paar Tränen jedoch nicht aus. Nicht alle Kinder konnten sich mit der für sie wieder neuen Situation arrangieren. Trotz Einzelbetreuung musste mit ihren Eltern eine neuerliche Eingewöhnungsphase besprochen und organisiert werden. „Alles in allem waren die Kinder aber glücklich. Sie staunten über die frische Farbe an den Wänden und entdeckten spielend gleich das neue Haustier unserer Kita, das Motorik-Krokodil“, so Stephanie Martius weiter.
Ebenso erstaunt schauten Kinder und Erzieher, als es daran ging, Hausschuhe oder Außenkleidung anzuziehen. Nach einem halben Jahr waren diese Sachen einfach zu klein geworden. „Allein das hat schon für den einen oder anderen Lacher unter den Kindern gesorgt“, berichtete Gabrielle Eggert. Dies bestätigte auch die Leiterin des DRK-Hortes „Uhland“ in Genthin, Gabi Jerkowski. „Einige Kinder sind mittlerweile so groß wie ihre Erzieherinnen. Alle sind gewachsen, und das nicht nur in die Höhe“, schilderte sie.
Ein turbulenter erster Tag für alle wurde in vielen Einrichtungen durch Morgen- und Gesprächskreise beruhigt. Den Kindern wurde damit die Möglichkeit gegeben, die vielen Eindrücke und ihre Gefühle einzuordnen und zu verarbeiten. „Man wusste gar nicht, wem man zuerst zuhören sollte, einfach nur schön“, so Jerkowski.

Von Müdigkeit bis Energiegeladen

Dennoch war der Bewegungstrieb groß. Die Kinder konnten ihren Bewegungsdrang zu Hause nicht auf die Art nutzten, wie sie es in den DRK-Kindertagseinrichtungen nun wieder können. Das bestätigt auch die Einrichtungsleiterin des DRK-Hortes „Stadt Mitte“ Genthin, Carola Pfeil. „Zu merken war, dass sehr viel Energie in der Luft lag, die sich in den letzten Wochen angestaut hatte und nun endlich im Freispiel so richtig durch ausreichend Bewegung, Lautstärke, Streit und Schabernack rausgelassen werden konnte“, so Pfeil. Sie erkannte aber auch, dass besonders für die Kinder des Frühhortes das frühe Aufstehen ungewohnt war, weshalb es im Frühhort in weiten Teilen ruhig blieb. Der Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht überwog in den Horten jedoch. „Fast alle Kinder sind mehr als froh, wieder den Hort besuchen zu dürfen, haben einige ja über Wochen keinen Kontakt zu ihren Freunden gehabt“, konstatiert Pfeil abschließend.

Hygienevorschriften kein Problem

Viel Freude, viel Bewegung und drum herum die Hygieneregeln. Für die Kinder kein Problem versicherten alle DRK-Kindertageseinrichtungen nach dem ersten Tag. Die Kinder sehen im regelmäßigen Händewaschen, in der Kohortenbildung, dem regelmäßigen Lüften, der Verabschiedung von den Eltern vor der Einrichtung, bis hin zum Einbahnstraßensystem keine Einschränkungen. Auch den Eltern sprachen alle Einrichtungsleiterinnen ein großes Dankeschön aus. So seien die Eigenerklärungen zur Gesundheit selbstständig ausgefüllt und mitgebracht, der Mund-Nase-Schutz getragen worden. „Das gute Gefühl, wieder dabei sein zu können, überwiegt alles“, waren sich die Erzieherinnen einig.
DRK-Regionalvorstand Andy Martius begrüßt indes den Übergang zum eingeschränkten Regelbetrieb. Die Öffnung schafft für viele Familien wieder einen gewohnten Alltag und eine Entlastung. „Bei einigen Kindern geht eine Zeit ohne Kita nicht einfach so vorbei. Der Kontakt zu Freunden und der Austausch mit Gleichaltrigen ist für die Entwicklung von großer Bedeutung, auch wenn unsere Kindertageseinrichtungen aufgrund der Hygienekonzepte noch nicht so arbeiten können wie vor der Pandemie“, erklärt Martius.

 

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