Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Wenn ein neues Schuljahr beginnt, dann haben die Schüler der Sekundarschule Möser die Möglichkeit aus unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften und Gruppen (AGs), zu unterschiedlichen Themen zu wählen.

Eine besondere AG ist dabei die der jungen Sanitäter, die vom DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e.V., ehrenamtlich unterstützt wird. Sie soll interessierten Schüler die Maßnahmen der Ersten Hilfe näher bringen und gleichzeitig dazu beitragen, einen aktiven Schulsanitätsdienst aufzubauen. Bereits im vergangenen Jahr fand die AG „junge Sanitäter“ bei den Sekundarschülern aus den Gemeinden Möser und Biederitz, großes Interesse.

So gab es beim ersten Kurs im neuen Schuljahr viele, die bereits Vorwissen mitbrachten und nun in diesem Jahr aktiv am Schulsanitätsdienst teilnehmen sollen. Verbunden mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe ist damit vor allem die sanitätstechnische Absicherung bei Sportfesten, auf dem Schulhof, während der Schulzeit und bei schulischen Veranstaltungen. „Mir ist aus anderen Schulen bekannt, dass Schüler, die im Schulsanitätsdienst tätig sind, schon mal vom Unterricht befreit werden, wenn sie eine Veranstaltung der Schule mit absichern oder direkt helfen können“, erklärte der AG-Leiter René Ostheeren den Schülern. Ostheeren leitete die AG „junge Sanitäter“ gemeinsam mit Fachlehrerin Iris Jünger-Weiß.

Bevor es aber darum ging, die stabile Seitenlage und das Anlegen von Verbänden zu üben, ging es in der ersten AG-Stunde darüber mit den neuen Schülern darüber zu sprechen, was Erste Hilfe überhaupt ist. Dabei erkannten alle AG-Teilnehmer, dass zur Ersten Hilfe eben auch schon gehört, Hilfe zu rufen oder zu holen. Ostheeren erklärte es so: „Erste Hilfe ist der Zeitraum von Beginn einer Notlage, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und die Übernahme der zu behandelnden Person durch diesen.“ Damit war er schon mittendrin in der Thematik, denn Notsituationen werden von den Verunfallten oftmals gar nicht als solche erkannt. „Manchmal merken die Verletzten gar nicht, dass sie verletzt sind“, erklärte Ostheeren und wollte von den Schülern wissen, warum dies so ist. Adrenalin, Schock und ganz einfach, es nicht mitbekommen zu haben, wurden dabei von den angehenden jungen Sanitätern als Möglichkeiten genannt. Dass passierte den Schülern schon selbst, wie sich herausstellte. In den vergangenen Sommerferien hatte fast jeder von ihnen Situationen erlebt, in denen Erste Hilfe notwendig wurde. Egal ob im Schwimmbad ein verstauchter Knöchel oder eine Platzwunde nach einem Sturz. „Bescheid zu sagen, ist schon Erste-Hilfe“, meinte deshalb auch Lehrerin Jünger-Weiß. „Heute haben doch alle ein Handy, demnach können auch alle einen Notruf absetzen“, konstatierte Ostheeren, der damit geschickt auf den Notruf und dessen Aufgaben überleitete. Für das gesamte Schuljahr wird nun alle zwei Wochen, für zwei Stunden, die Sanitätsausbildung stattfinden.

Doch allein beim Verbändeanlegen und der stabilen Seitenlage wird es nicht bleiben, kündige Ostheeren bereits in der ersten Stunde an. Wir werden ein Video drehen, in dem wir die Notwendigkeit der Ersten Hilfe erklären, wir werden uns einen echten Rettungswagen ansehen und mit Notfallsanitätern sprechen. Wir werden Kontakte zum Jugendrotkreuz (JRK) knüpfen und, wenn gewollt, an Wettkämpfen des JRK und Schulsanitätsdienstes im Jerichower Land und Magdeburg, teilnehmen. Gerade Letzteres könnte als Abschlussprüfung der AG gelten, denn bei den Wettkämpfen des JRK wird die realistische Notfalldarstellung angewandt.

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