Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Was Krieg betrifft, so gibt es viele Definitionen und Worte, die diesen beschreiben. Selbst Gesetze zum Krieg wurden erlassen. Krieg ist Zerstörung, Leid und Tod. Auch für Kinder. Die schwächsten einer Gesellschaft sind all zu oft Opfer von Kampfhandlungen verschiedener Kriegsparteien. Was jedoch in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird: Kinder sind noch immer Teil der Kriegsparteien – als Kindersoldaten. Um darauf hinzuweisen, dass Kinder als Soldaten zu Kriegshandlungen gezwungen werden, wurde der Red-Hands-Day ins Leben gerufen. Mit diesem Tag begann wir in unseren Jugendclubs mit dem Thema Kindersoldaten zu beschäftigen. Dazu gehörte natürlich auch die Aufnahme des internationalen Zeichens gegen Kindersoldaten: der roten Hand, die von allen Jugendclubbesuchern gezeichnet wurde. Damit aber nicht genug. Das Wort Kindersoldaten allein macht die Hintergründe aber nicht deutlich. Wie wird ein Kind zu einem Soldaten? Was passiert mit einem Kind, das töten muss? Und wie sieht seine Zukunft aus? Diese Fragen stellten sich vor allem die Jugendlichen in Gruppengesprächen. Zur Beantwortung nutzten sie die modernen und digitalen Medien, suchte nach Fallbeispielen und Antworten. So bekam das bis dahin abstrakte Thema ein greifbares, emotionales Gerüst an dem sich die Jugendlichen zu den Ursachen für die Zwangsrekrutierung von Kinder hangelten. Hier zeigte sich, dass Kinder nicht aus Überzeugung zur Waffe greifen, sondern die Ernsthaftigkeit hinter ihrem Handeln oftmals nicht abschätzen können. Wo Erwachsene vorausdenken und entsprechend agieren, lassen sich Kinder unter Androhung von Gewalt und Hunger zwingen. Die rote Hand wurde damit für die Jugendlichen zu einem Symbol, dass nicht nur das Blut an den Händen derer versinnbildlicht, die Kinder zu Kriegshandlungen zwingen, sondern auch zu einem Identifikationsobjekt, denn Hände sind überall gleich: vier Finger, ein Daumen.

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