Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

„O´zapft is“ schallt es derzeit Land auf, Land ab! Die bayrische Tradition den Herbst zu feiern, erfreut sich allerorts großer Beliebtheit. Blau-Weiß ist ein Exportschlager, der auch bis in den Jugendclub „Zur Alten Scheune“ vorgedrungen ist. Die Kinder und Jugendlichen aus den DRK-Jugendclubs in der Gemeinde Möser hatten für ihr Oktoberfest bereits vorab kräftig mit angepackt. Beim Clean-Up-Day sammelten Sie Müll und lösten damit ein Versprechen von Hohenwarthes Ortsbürgermeister Frank Winter aus. Der hatte, für die Teilnahme am Clean-Up-Day 170 Euro für das Spanferkel versprochen, dass nun zum Oktoberfest serviert wurde. Dass das Schwein letztendlich vom Ortschaftsrat, über die Ortschaftsmittel, mit 200 Euro finanziert wurde, störte an diesem Abend allerdings niemanden. Der Leiter der DRK-Jugendclubs in der Gemeinde Möser, René Ostheeren, erklärte vor der Oktoberfestsause: „Für die Unterstützung unserer Arbeit, und die Bereitschaft das Zusammenleben der Kinder und Jugendlichen zu fördern, möchte ich mich an dieser Stelle beim Ortschaftsrat Hohenwarthe ausdrücklich bedanken.“ Auch der Hohenwarther Jugendclubleiter, Mathias Fricke, fand positive Worte zum Verlauf des Abends. „Dank der ehrenamtlichen Helfer kamen Schwein, Brezen und die anderen kulinarischen Angebote sehr gut an und boten damit Anlass für tiefgründige Gespräche.“ Schon in den Mittagsstunden zeigten die Kinder, Jugendlichen und jungen Heranwachsenden, dass ein gemeinsames Miteinander auch zu einem Zusammenleben führen kann. Das Kennenlernen gestaltete sich über Gespräche, gemeinsamen Tanz und eine geteilte Meinung zu tagespolitischen und historischen Themen, diese führten die rund 40 Teilnehmer deutlich zusammen. Doch allein das gemeinsame Feiern, stand an diesem Tag nicht im Mittelpunkt. Schon am frühen Nachmittag gab es gleich mehrere Gelegenheiten sich mit dem Ursprung des Oktoberfestes und dem Westen Deutschlands auseinanderzusetzen. Die Fahrt nach Leipzig wirkte hier deutlich nach. Der Konflikt zwischen Ost und West wurde dabei noch einmal in den Vordergrund der Gespräche gerückt. Ein Grund, genau diesen Punkt weiter im Auge zu behalten und in die Jugendarbeit einzuflechten. Dafür sprachen sich auch die Kinder und Jugendlichen aus. Die friedliche Revolution von 1989 und die Möglichkeit eben heute auch ein bayrisches Volksfest zu feiern, gaben Anlass über weitere Fahrten zu diesem Themengebiet nachzudenken. Im Jahr 2020 sollen diese jeweils in den Ferien erfolgen, waren sich alle einig. Freiheit, ein Wort, das in sich eine Grundlage zu regem Austausch bot. Vor allem, als gegen 17 Uhr auch die älteren Jugendlichen und jungen Heranwachsenden am Jugendclubs erschienen. Für sie war der Terroranschlag von Halle noch präsent. Neben Spekulationen zu Motiv und in die Öffentlichkeit gebrachten Informationen, galt aber für alle, dass solche Taten nicht tolerierbar sind. Wohl auch deshalb schlugen etliche Jugendliche vor, sich dem Thema im nächsten Jahr gesondert zu widmen. Der Besuch in einem ehemaligen Konzentrationslager wurde deshalb bereits fest auf die Veranstaltungs- und Ausflugsliste für 2020 gesetzt. Als weiterer Kooperationspartner des Tages konnte das Programm „Demokratie leben“ gewonnen werden.

Auch auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um die Seite zu optimieren. Damit die Webseite wie gewünscht funktioniert, stimmen Sie bitte der Verwendung durch Cookies zu, indem Sie auf Akzeptieren klicken. Solange Sie nicht auf Akzeptieren geklickt haben, wird kein Cookie gesetzt.
Datenschutzerklärung Akzeptieren Ablehnen