Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Er und die anderen Jugendbetreuer ist es deshalb wichtig, die Jugendlichen mit der Realität, dem Grauen zu konfrontieren, das sich aus dem Nationalsozialismus ergeben hat. Allein eine Schocktherapie soll der jährlich stattfindende Ausflug die Konzentrationslager aber nicht sein. "Wir versuchen auch den geschichtlichen Hintergrund, der zur Machtergreifung der Nationalsozialisten geführt hat zu erläutern und dieses dann in einen Kontext mit dem zu bringen, was die Jugendlichen vor Ort in den ehemaligen Konzentrationslagern an Informationen bekommen", so Ostheeren weiter.

Das dabei die Neuen Medien immer an der Seite der Jugendlichen sind, ist auch für die Jugendbetreuer ein gewollter, positiver Nebeneffekt. "Die Jugendlichen teilen ihren sozialen Kontakten mit, was sie sehen, was sie fühlen, das hilft auch uns bei unserer Arbeit", meint Ostheeren.

Auch unterbewusste Ressentiments kommen so zur Sprache und das ist durchaus gewollt. "Schubladendenken ist eine geeignete Form, das Leben zu sortieren", heißt es aus der Gruppe der Jugendlichen heraus. Genau hier setzten die Jugendbetreuer an, sie vermittelten direkt neben den bekannten Punkten eines jeden Konzentrationslagers, den Einzelzellen, Verbrennungsöfen und in den Ausstellungen, dass in eine Schublade eben nur eine bestimmte Menge an Dingen passt, dies schränkt ein. "Zudem werde nur selten eine Schublade geleert, Dinge aus ihr durch andere ersetzt", meint Ostheeren zustimmend.

Die diesjährige Fahrt in das Konzentrationslager Buchenwald beinhaltete also viele Elemente, die in der Jugendarbeit wichtig sind und sie zeigte eines: "Die Jugend ist nach wie vor Interesse an dem, was vor mehr als 70 Jahren in Deutschland passierte. Mit der Gesellschaft, dem Staat und in den Konzentrationslagern.

Das Thema Radikalismus ist mit der Fahrt allein aber nicht abgehandelt. Vorab gab es bereits Gesprächsrunden zu den Themen politischer und religiöser Radikalismus und auch in den letzten Ferienwochen wird durch verschiedene Aktionen noch weiter an dem Thema gearbeitet. "Mythos und Wahrheit, Fake News und Propagandaformen werden uns thematisch in den nächsten Wochen noch begleiten", meint Ostheeren.

 

Bildquellen: DRK RV MD-JL, René Ostheeren

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