Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Gemeinsam mit interessierten Jugendlichen ging es zu einer Ausbildung der Wasserwacht Jerichower Land, die auf dem Niegripper See verschiedene Ausbildungsinhalte vertiefte. Gelegenheit für die Jugendlichen, bei sommerlichen Temperaturen die verschiedenen Wasser- und Rettungsfahrzeuge der Wasserwacht kennenzulernen und selbst einmal ins Boot zu steigen. Dabei erhielten sie nicht nur Einblicke in die Dynamik der verschiedenen Rettungsfahrzeuge auf dem Wasser hautnah zu erleben.

Nach einer kurzen Einweisung zu den Rettungsmitteln und Rettungsbooten, wurden die fünf Jugendlichen sprichwörtlich ins Boot geholt. Eine Erfahrung, die sich am Ende des Tages für alle Beteiligten auszahlen sollte. Immerhin konnte die Wasserwacht so auch gleich noch ein neues Mitglied gewinnen.

Dass Geschwindigkeit nicht immer zwingend eine physikalische Komponente ist, sondern auch emotional erfasst wird, zeigte sich bereits beim Überfahren des rund 100 Hektar großen Binnensees. Hier sind für Wasserfahrzeuge 8 km/h vorgeschrieben, was einige Jugendliche dazu verleitete zu erklären "Das ist so langsam, da kommt man ja gar nicht von der Stelle." Vom Leiter der Wasserwacht, Andreas Thiele, hieß es dazu: "Im Rettungseinsatz natürlich deutlich schneller, unter Berücksichtigung der Verkehrsverhältnisse auf dem Gewässer natürlich."

Beim Bootfahren allein blieb es an diesem Tag allerdings nicht. Die Rettungsschwimmer der Wasserwacht hatten sich für die fünf Jugendlichen einige Rettungsübungen ausgedacht, die diese dann in praktischer Form durchführen durften. So wurden eine verunfallte Person aus dem Wasser in ein Rettungsboot gezogen, nachdem der Abwurf eines Rettungsringes aus dem fahrenden Rettungsboot heraus erfolgte. Allein diese Übung erforderte ein mehrmaliges Anfahren des Bootsführers, da das koordinierte Werfen nicht gleich bei allen auf Anhieb klappen wollte. Dafür gab es im Nachhinein eine kleine Belohnung. Alle durften, unter Aufsicht, einmal ans Steuer des Rettungsbootes und damit der Kapitän sein.

Zurück am Ufer galt es dann, die anderen Rettungsmittel der Wasserwacht genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor allem das Rettungsbrett, mit dem verunfallte Schwimmer in Ufernähe, aus einer Entfernung von bis zu 150 Metern gerettet werden können, brauchte noch einmal einige Aha-Momente. Hier gab es den direkten Vergleich zwischen dem schweren Rettungsboot und dem leichten Rettungsbrett. Zwischen Motor- und Muskelkraft.

Zu einem Rettungseinsatz gehört aber nicht nur das Retten selbst, auch die Vor- und Nachbereitung sind Teil der Arbeit der Wasserwacht. So musste das Rettungsboot verkehrsfähig gemacht werden und sowohl vom Trailer herunter, als auch auf den Trailer verbracht werden.

Theorie und Praxis wechselten sich an diesem Tag also ab und ließen so Platz für neue Erfahrungen und Eindrücke.

Die Arbeit als Rettungsschwimmer bei der Wasserwacht ist aber nicht allein auf das Retten von verunfallten Personen auf offenen Gewässern ausgelegt, die Wasserwacht und ihre Mitglieder sorgen auch für den Schutz von jungen und erfahrenen Schwimmern in Freibädern, bei Schwimm- und Bootsveranstaltungen. Deshalb ist ihre Arbeit ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Miteinanders. Ohne die Rettungsschwimmer gäbe es nur einen eingeschränkten Bäderbetrieb.

Bildquellen: DRK RV MD-JL, Wasserwacht Burg

René Ostheeren ist nicht nur Leiter der Jugendclubs in der Gemeinde Möser, Das Rescue Water Cycle (RWC) ist das neueste Rettungsmittel der Tobias Herold, einer der Jugendlichen,  

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