Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Vier junge Frauen im Alter von 23 bis 30 Jahren haben als erste Kubanerinnen am Anfang des Monats einen Dienst als Bundesfreiwillige beim DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. aufgenommen. Möglich macht dies einen Zusammenarbeit zwischen der Industrie und Handelskammer (IHK) und dem Regionalverband. Der sieht in dem Projekt eine Möglichkeit zur Nachwuchsgewinnung im Bereich der Pflege. Regionalvorstand Frank Ruth erklärt: „Im Vordergrund unseres Engagements steht, der Gedanke, denn ausländischen Bundesfreiwilligen die Möglichkeit zur Erlangung neuer Sprachkenntnisse zu geben. Sprachbarrieren sollen abgebaut und interkulturelle Verknüpfungen geschaffen werden. Natürlich würden wir uns freuen, wenn die vier Damen nach ihrem Jahr als Bundesfreiwillige eine Ausbildung als Pflegefachkraft bei uns beginnen würden." Bei der offiziellen Vorstellung der vier Frauen aus Santiago de Cuba, Havanna und Holguin, in Burg b. Magdeburg, waren auch Michael Schulz von der IHK, zuständig für Projekte des IHK in Kuba, und Katja Fischer vom DRK Landesverband Sachsen-Anhalt, Betriebsleiterin für den Freiwilligendienst und stellvertretende Landesgeschäftsführerin, zugegen. Schulz informiert, dass es von der Bewerbung der vier Frauen als Bundesfreiwillige bis zu ihrer Ankunft in Deutschland eine Vorbereitung auf die spätere Arbeit und das Leben in Deutschland gab. Dazu gehörten ein Grundkurs in Deutsch und eine genaue Erklärung, was die vier Frauen bei ihrer Arbeit im Pflegebereich erwarten wird. Die vier Kubanerinnen, die nun seit einer Woche in den Senioreneinrichtungen „Pro Leben“ und „C.A.G. Pieschel“, in Burg arbeiten bestätigten, dass die Arbeit genau dem entspricht, was sie sich vorstellten. „Die Arbeit ist schön“, erklärten sie gemeinsam. Für Frank Ruth ist es bereits jetzt vorstellbar, dass das gemeinsame Projekt von IHK und Regionalverband eine Fortsetzung finden könnte. „Wenn die Zugangsvoraussetzungen passen, sehe ich in einer Fortsetzung einen positiven Beitrag zur Verminderung der Personalengpässe im Pflegebereich“, konstatierte er. Dass dieser Mangel im Pflegebereich besteht, bestätigte auch der Leiter des Seniorenzentrums „C.A.G. Pieschel“, Sebastian Rudolph. „Seit vier Jahren suchen wir nach Bundesfreiwilligen und jungen Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bei uns durchführen möchten. In dieser Zeit gab es keine deutschen Bewerber.“ Dass die vier Kubanerinnen mit ihrer Hochschulreife und teilweise abgeschlossenen Studien die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, ist auch Katja Fischer wichtig. Sie informierte, dass im Programm „Incoming BFD/FSJ“,  internationale Freiwillige betreut werden. Insgesamt 650 Freiwillige sind in Sachsen-Anhalt in 260 Einsatzstellen im Bundesfreiwilligendienst aktiv. Knapp 200 von ihnen kommen aus dem Ausland. „Mittlerweile melden sich bei uns auch Kitas und Krankenhäuser und möchte vom Projekt „Incoming BFD/FSJ“ partizipieren. Beinhaltet das Projekt doch auch 25 Seminartage und eine Bildungsreise nach Italien, bei der es auf die Spuren des Roten Kreuzes geht.

Für die vier Kubanerinnen, die vom Regionalverband in Burg eine WG-Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen haben, ist Deutschland derweil kein fremdes Land. Drei von ihnen haben Deutschland bereits in den Jahren 2012 und 2015 besucht und erste Sprachkenntnisse erwerben können. Ihre sozialen Kompetenzen, wie Michael Schulze, erklärte, können sie nun also beim DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. unter Beweis stellen. „In Kuba gibt es solche Berufsfelder nicht. Dort leben Kinder teilweise bis zu ihrem 40. Lebensjahr bei ihren Eltern, als Großfamilien zusammen.“ „Wenn für die vier 2020 der Dienst als Bundesfreiwillige endet, steht ihnen zum 1. September 2020 die Möglichkeit zur Ausbildung als Pflegefachkraft offen“, bekräftigte Ruth noch einmal abschließend.

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