Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | Dass die Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes nicht nur Pflaster Kleben und Wehwehchen bei Kindern Wegpusten ist kein Geheimnis. Oftmals sehen sie Dinge, vor denen andere wegsehen. Doch die Versorgung von Verletzungen und die emotionale Betreuung von Patienten und deren Angehörigen machen den Rettungsdienst nicht allein aus. Immer öfter sind neben Köpfen und Empathie auch die Muskeln der Retter gefragt. Gerade, wenn es darum geht, Patienten auf die Krankentragen zu heben und diese dann behutsam durch Treppenhäuser zu manövrieren.

Ein falsches Heben kann da schwerwiegende und langfristige Folgen für die Frauen und Männer des DRK-Rettungsdienstes haben. Die Belastung der Knie, Schultern, des Rückens und der Bandscheiben zählen hier zu den besonders anfälligen Bereichen des Körpers, die bei Gewichtsbelastungen beansprucht werden. Um hier Verletzungen und langfristige körperliche Schädigungen vorzubeugen, wurde zwischen dem DRK-Rettungsdienst Jerichower Land gGmbH und der AOK Sachsen-Anhalt eine Kooperation vereinbart. Bestandteil dieser Zusammenarbeit, ist die Prävention im Sinne der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

So kam AOK-Mitarbeiter, Tobias Tietz, Kundenberater im Außendienst Jerichower Land, eigens in der DRK-Geschäftsstelle vorbei und brachte das Rückenstyler-Programm mit. Grundlage dieses Programms sind, so Tobias Tietz, Eigengewichtsübungen mit einem speziellen Gerät, mit dem auch Disbalancen erkennbar werden. Auf dem neuartigen Gerät, das von einer Privatperson entwickelt wurde, erhielten alle Mitarbeiter der DRK-Rettungsdienst gGmbH eine Einweisung, um anschließend Kraftmessungen durchzuführen, auf deren Grundlage ein individueller Trainingsplan für jeden erarbeitet wurde. „Im Rettungsdienst müssen wir nicht nur gesund, sondern auch mobil, beweglich und fit sein“, meint dazu der Prokurist der DRK-Rettungsdienstes gGmbH, Jörg Stumpf. Ziel ist es, so Tietz fortführend Defizite in der Muskulatur zu erkennen und durch gezieltes Training zu minimieren oder ganz abzustellen.

Eigens dafür wird das Trainingsgerät auch bei der DRK-Rettungsdienst gGmbH verbleiben. Nach einer vereinbarten Übungsphase wird es eine erneute Überprüfung aller Mitarbeiter geben, bei der auch der Body-Mass-Index (BMI) geprüft und mit den vorherigen Werten verglichen wird. „Wir hoffen, so die Anfälligkeit für Verletzungen und Langzeitschädigungen zu minimieren, damit unsere Mitarbeiter möglichst gesund weiter für die Bürger im Landkreis da sein können“, meint Stumpf zum Abschluss.

Tobias Tietz bespricht mit einem Rettungsdienstmitarbeiter das Trainingsprogramm Alle Mitarbeiter des Rettungsdienstes erhielten eine Einweisung auf dem neuen Fitnessgerät

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