Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Burg | „Das sind mir tatsächlich die liebsten Termine“ gibt Philipp Stark, Bürgermeister der Stadt Burg, in einem kurzen Moment preis. Was er meint? Der Besuch einer Gruppe Kindergartenkinder, die sich für ihn und seine Arbeit interessieren. Eingeladen hatte Stark die „Waschbärengruppe“ der DRK-Kita „Bambi“ und das nicht ohne Grund. Die Kinder hatten Fragen. Ganz persönliche. Ganz spezielle. Manche sogar dazu geeignet, den Bürgermeister rhetorisch einiges abzuverlangen. Bevor es allerdings an den großen Konferenztisch ging und die Kinder zur Dienstberatung mit dem Bürgermeister übergingen, hieß es sich dessen Büro einmal genauer anzusehen. Da gab es bereits einiges zu entdecken und zu erfahren. Beispielsweise war der Bürgermeister ein Bild der bekannten Animationsfigur „Sid“ auf dem Schreibtisch zu stehen hat und was in einem Stein aus Israel alles steckt. Die Figur, so verriet Stark, sei nicht seine Freundin, er möge allerdings das Faultier und seine Art, die Welt zu sehen.

Beim Stein vom israelischen Mittelmeerstrand sahen die Kinder verschiedene Tiere und Figuren, der Bürgermeister selbst einen Widder. Und da den Kindern das Büro des Stadtoberhauptes so gar nicht freundlich aussah, hatten sich auch eigene Kunstwerke dabei, die sie Stark zeigten und schenkten. Der ließ einen ganz besonderen Freund aus der Waschbärengruppe sogar einmal auf seinem Stuhl Platz nehmen.

Ganz geheuer war das dem kleinen Waschbären aber nicht und er schloss sich dann auch bald wieder seiner Gruppe an, die ein kleines gesangliches Programm vorbereitet hatte.

Am Ende half es aber nichts, die Kinder schon im Vorfeld für sich einzunehmen. Die Fragen waren notiert und die Mädchen und Jungen erwarteten Antworten. Wie das auch im Stadtrat zuweilen der Fall ist. Immerhin ging es darum, wann die Sirene in Detershagen versetzt wird und wann es in der Clara-Zetkin-Straße endlich wieder ein Spielplatz gibt. Natürlich wurde es auch persönlich. „Was war deine bisher größte Entscheidung im Leben?“, fragte da ein Mädchen. Stark musste nicht lang überlegen: „Bürgermeister zu werden“. Dass er nach Feierabend wie jeder andere auch mal im Garten arbeitet, den Rasen mäht oder einfach vor dem Fernseher abschaltet und eigentlich gern T-Shirts trägt, erzählte er ebenso wie die unüberwindliche Tatsache, dass die Eltern der kleinen Waschbären im Prinzip seine Chefs sind. So viel Fragen und dann ganz diplomatisch, aber kindgerecht zu antworten, das war anstrengend. Stark und die Kinder naschten deshalb nebenbei Weintrauben und Karotten, ehe sich die Gruppe vom Bürgermeister verabschiedete. Der nächste Termin stand an. „Jetzt geht der Alltag weiter“, zwinkerte Stark winkte und war in seinem Büro verschwunden.

   

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