Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Jerichower Land | 30 Mal drücken, zwei Mal pusten, so haben wir es alle einmal in der Erste Hilfe gelernt. 30 Mal drücken, zwei Mal pusten, dass sollen wir, wenn ein Mensch einen Herzstillstand erlitten hat. Reanimation nennt sich dieses Vorgehen, das für die DRK-Rettungskräfte im Jerichower Land eine Regelmäßigkeit darstellt. Allerdings bleibt es bei den besagten 30 Mal drücken und zwei Mal pusten, meist nicht, um ein stillstehendes Herz wieder zum Schlagen zu bringen.

„Eine Reanimation kann mitunter eine Stunde und länger dauern“, erklärt dazu der stellvertretende Leiter des DRK-Rettungsdienstes Magdeburg-Jerichower Land gGmbH, Christian Lux, und fügt an: „Niemand, auch nicht ein trainierter Sportler, schafft es über eine Stunde eine Reanimation eines Patienten aufrecht zu halten. Eine Ermüdung tritt zwangsläufig ein. Der stetige Wechsel der Aufgaben ist daher selbst bei kürzeren Reanimationen unabdingbar.

Dabei müssen die Herzdruckmassage und das Beatmen immer wieder unterbrochen werden, was ein Absinken des Blutdruckes beim Patienten zur Folge hat. Auch die Prüfung von Vitalwerten und sichtbarer Lebenszeichen ist während einer aktiven Reanimation eingeschränkt.“ Um all diese Faktoren, das Ermüden sowie den Wechsel und Abfall des Blutdruckes zukünftig zu verhindern, erhalten die Notarzteinsatzfahrzeuge (NEFs) der DRK-Rettungsdienst Magdeburg-Jerichower gGmbH nun moderne Thoraxkompressionsgeräte. Diese Medizinprodukte, wurden nun den Medizinproduktebeauftragten der DRK-Rettungswachen durch Michael Burghardt von der Firma meetB vorgestellt.

„Mindestens 45 Minuten kann das Gerät mit einer Akkuladung eigenständig die Herzdruckmassage an einem Patienten durchführen und die Notfallsanitäter so entlasten“, berichtete Burghardt während der Vorstellung der Geräte, die mit einem zweiten Akku und einer externen Stromversorgungsmöglichkeit ausgeliefert werden, über die das Gerät auch während des Patiententransportes über die rettungswageninterne Stromversorgung betrieben werden kann.

Bis zu 100 Kompressionen schafft der Stempel des Gerätes im Einsatzfall. Damit schafft es eine ausreichende Herzmassage des Herzens, das im Regelfall 60 bis 90 Mal pro Minute schlägt. „Mit den drei Thoraxkompressionsgeräten können wir nun zukünftig einer Ermüdung unserer Einsatzkräfte durch den Einsatz moderner Technik vorbeugen“, erklärt Lux.

Die 3,5-Kilogramm schweren mechanischen Helfer werden von nun an auf den NEFs in Burg, Genthin und Gommern mitgeführt, um dabei zu helfen, aktiv Leben zu retten.

Michael Burghardt erklärt hier den Leitern der DRK-Rettungswachen die Funktionsweise und Bedienung eines der neuen Thoraxkompressionsgeräte. Wie hier auf dem Bild zu sehen, wird das Gerät auf einem Patienten mit Herzstillstand befestigt, damit es anschließend eigenständig und ununterbrochen die Herzdruckmassage durchführen kann. Auf jedem Notarzteinsatzfahrzeug der DRK-Rettungsdienst Magdeburg-Jerichower Land gGmbH wird nun eines der Thoraxkompressionsgeräte mitgeführt. Symbolisch übernimmt Christian Lux (links) ein Thoraxkompressionsgerät von Michael Burghardt.

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