Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 
Magdeburg/Jerichower Land | Pflegekräftemangel, ein Wort, das seit Jahren in aller Munde ist. Obwohl die Zahl der zu Pflegende zunimmt, finden immer weniger Menschen den Weg, ihnen im Alltäglichen zu helfen. Gesellschaftlich und gesundheitspolitisch stellt dies ein Problem dar. Ein Problem, dem sich der DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. mit einem neuen Projekt annehmen will.
„Pflege kennt keine Grenzen und Vorurteile“, heißt es und will im Bereich der Alten- und Krankenpflege gleich mehrere Faktoren ansprechen und abdecken.
„Unser Projektansatz ist die Ausgrenzung und Ablehnung von Menschen mit Beeinträchtigungen, Alten und Kranken zu minimieren“, erklärt dazu Nadine Thiele, Leiterin des Projektes in einem Satz.
Die innere Ablehnung eines Sach- und Fachgebietes auf Grundlage des nicht involviert seins, ist die größte Herausforderung im Pflegebereich. Viele Menschen haben negative Grundassoziationen mit dem Begriff Pflege und können sich eine Tätigkeit mit Alten und Kranken nicht vorstellen. Im Ausland sieht dies anders aus. Hier gibt es noch immer Menschen, die sich um den Nächsten in Krankheit und Alter kümmern wollen. Diese Menschen finden seit Jahren eine Ausbildung beim DRK-Regionalverband. So soll die Lücke im Bereich der Pflegefachkräfte minimiert werden.
Mit dem Projekt „Pflege kennt keine Grenzen und Vorurteile“, will der DRK-Regionalverband einen Schritt weitergehen.
„Wir wollen sogenannte ungebundene, also nicht ausgebildete und dem Pflegeberuf entfernte Helfer gewinnen, die das Pflegepersonal unterstützen“, so Thiele.
Dabei kommt es ihr nicht auf das Alter oder die Grundbildung der ungebundenen Helfer an. Auch Grundkenntnisse in der Pflege sind keine Voraussetzung. „Mitmachen können junge Erwachsene wie junge und rüstige Senioren“, meint Thiele und erläutert: „Damit die Helfer das Pflegepersonal unterstützen können, möchten wir ihnen die Grundgriffe und Handlungsschritte an einer Pflegepuppe zeigen. Im weiteren Verlauf bieten wir eine kostenfreie Ausbildung in Erster Hilfe an, die auch im privaten Umfeld von Nutzen ist.“
Augenmerke sollen dabei auf die richtigen Handgriffe zur schonenden Körperbewegung von Helfern und zu Pflegenden wie auf die beruhigende und aktivierende Körperpflege gelegt werden.
Damit dies nicht allein mit der Gesundheitspuppe geschieht, werden den ungebundenen Helfern in Ausbildung befindliche ausländischer Pflegefachkräfte zur Seite gestellt, für die daraus eine Situation entsteht, die sie aus der sozialen Isolierung holt und ihnen die Erweiterung ihre Sprachkenntnisse ermöglicht.
„Das Projektziel: Vorurteile gegenüber sozialschwachen Personen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Handicap und pflegebedürftigen Personen abzubauen, Menschen für ständige gesellschaftliche Probleme und soziale Konflikte zu sensibilisieren“, erreichen wir so über das vom BMFSFJ, Landesministerium für Arbeit, Soziales und Integration und der Partnerschaft für Demokratie in Burg geförderte Projekt, gleich mehrfach“, ist sich die Projektleiterin sicher.
Der zweiwöchige Einführungskurs in die Pflege wird unter den aktuell gültigen Hygienevorschriften in Kleinstgruppen in großen Schulungsräumen mit entsprechender Pflegetechnik, zu der Rollstühle und Transfertechniken gehören, durchgeführt.
 
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