Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Möckern | Es war die letzte Zusammenkunft aller Gewerke, Architekten und des Bauträgers, bevor in der nächsten Woche die Bagger auf das Gelände im Zeddenicker Weg in Möckern anrollen. „Wir sind im Zeitplan“, erklärte Architekt Dr. Udo Scharfenort in der Bauanlaufberatung, zu der die DRK-Vorstände Frank Ruth und Andy Martius geladen hatten.

„Auf einen Spatenstich haben wir bewusst verzichtet. Wenn es die Pandemielage zulässt, werden wir sicher mit einem Richtfest den Rohbau einweihen“, erklärt Ruth die kleine Runde. Zu besprechen gibt es dennoch genug. Vor allem die endgültige Lage des neuen DRK-Seniorenzentrums in Möckern und der Zeitplan sind für alle noch einmal wichtig.

„Bis Jahresende wollen wir den Rohbau dicht bekommen. Fenster und Dach müssen dann installiert und gedeckt sein“, gibt Architekt Scharfenort das Tempo vor. Er ist zuversichtlich, dass im dritten Quartal 2021 die Einweihung gefeiert werden kann. Mit dieser ziehen dann die neuen Bewohner in die insgesamt 19 Ein-Zimmer-Appartements ein. 35 Quadratmeter werden diese groß und darüber hinaus barrierefrei und in Teilen behindertengerecht sein.

Der Leiter der DRK-Suchtkrankenhilfe Möckern, Wolfgang Auerbach, darf sich mit der Eröffnung im nächsten Jahr zurücklehnen und auf seinen wahrgewordenen Traum schauen. 14 Jahre ist es inzwischen her, dass er seine Idee vom Wohnen im Alter für Suchtkranke entwickelte. Einige Monate wird er also noch warten können, und das tut er auch gern.

„Nicht alle Suchtkranken sind in allgemeinen Senioren- oder Pflegeheimen gut untergebracht. Oftmals können die Pflegefachkräfte dort nicht auf die besonderen Bedürfnisse dieser Personengruppe eingehen, was zu Rückfällen führt, die wir hier mit unserer Nullpromille-Grenze und über gegliederte Tagesabläufe verhindern“, erklärt Auerbach die Notwendigkeit dieses Neubaus. DRK-Vorstand Ruth ergänzt: „Die Nähe zu den Fachleuten, die angeschlossene, mit dem Seniorenzentrum kombinierte Tagespflege, die ebenfalls einen geordneten Tagesablauf garantiert, ist für die ehrenmaligen Suchtkranken wichtig, da eine Neuorientierung nicht notwendig wird. Gleichzeitig bietet sich auch den anderen Bewohnern die Möglichkeit, ihren Tag strukturiert und in Gemeinschaft zu verbringen. Die Bewohner können in Hausschuhen am Morgen ihre Wohnungen verlassen und mit eben jenen Hausschuhen am Abend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, wenn sie dies möchten. Mit der angeschlossenen Tagespflege wollen wir einer Vereinsamung älterer Menschen entgegenwirken und zugleich die frühzeitige Unterbringung in Pflegeheimen vermeiden.“

Damit gibt Ruth zu verstehen, dass die Appartements im neuen DRK-Seniorenzentrum in Möckern auch von nicht Suchtkranke bezogen werden können. Die Vermittlung der Appartements erfolgt deshalb auch über die Wohnungsbaugesellschaft Möckern mbH, die Vermietung und Nebenkostenabrechnung als Dienstleiter für den DRK-Regionalverband übernehmen wird. „Diese Leistungen gehören nicht zu unserem Geschäftsbereich“, gibt Ruth zu verstehen und weist auf eine wichtige Grundlage für den Einzug in das neue DRK-Seniorenzentrum hin: „Alle Bewohner benötigen einen Pflegegrad.“

Immerhin 2,5 Millionen Euro werden auf dem 8650 Quadratmeter großen Grundstück verbaut. Finanzielle Mittel, die der DRK-Regionalverband allein aufbringt. „Wir arbeiten nach wie vor nicht gewinnorientiert und refinanzieren unsere Ausgaben über die Einnahmen aus Vermietung und Betreuung“, gibt Ruth einen Einblick in die Finanzierungsgrundlage. Die Mieten werden deshalb nach seiner Einschätzung auch unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Mit dem neuen betreuten Wohnen runden wir unser Angebot in den Ortschaften der Stadtgemeinde Möckern zusätzlich ab“, ist sich Ruth sicher.

Bisher betreibt der DRK-Regionalverband eine Kita, einen Schulhort, Seniorenwohnheime, eine Kleiderkammer und eine Sozialstation in der Stadt Möckern.

Auf einem Lageplan erklärt Architekt Dr. Udo Scharfenort den Anwesenden Einzelheiten zum Objekt Seniorenzentrum

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