Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

 

DRK fliegt 43 Tonnen Hilfsgüter nach Beirut

Berlin, 8. August 2020 044/20

Vier Tage nach der verheerenden Explosion in Beirut mit mehr als 130
Toten und Tausenden Verletzten hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am
Samstag in Berlin 43 Tonnen Hilfsgüter mit einem Airbus A300F auf den
Weg nach Beirut geschickt. „Wir sind froh, dass wir den Menschen in der
libanesischen Hauptstadt mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes so
schnell helfen können. Die Lage vor Ort ist katastrophal. Bis zu 300.000
Menschen haben durch die Explosion ihre Wohnungen verloren. Deshalb
wird dieser Hilfstransport sicherlich nicht der letzte sein“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Der Hilfsflug startete am
Samstagnachmittag auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld und sollte in
der Nacht in Beirut landen.

Insgesamt unterstützt das Auswärtige Amt das DRK mit mehr als 1,5 Millionen
Euro. Die 43 Tonnen Hilfsgüter, die das DRK nach Beirut fliegt, entsprechen in
etwa der Ladung von sechs großen LKWs mit Anhänger. Darunter befinden
sich Erste-Hilfe-Sets, Verbandsmaterialien, Decken, Werkzeuge für den
Aufbau von Notunterkünften, Küchenutensilien, Eimer, Hygienepakete sowie
medizinische Hilfsgüter und Covid-19-Schutzausstattung wie Masken und
Schutzanzüge. Darüber hinaus sollen die Freiwilligen des Libanesischen
Roten Kreuzes unterstützt werden.

„Die Tragödie am vergangenen Dienstag verschärft die bereits zuvor äußerst
schwierige Lage im Land weiter. Unsere Schwestergesellschaft, das
Libanesische Rote Kreuz, mit der wir seit langem eng verbunden sind, leistet
in dieser akuten Notlage Außergewöhnliches. Sowohl das ganze Ausmaß der
Katastrophe als auch die mittel- und langfristigen Folgen sind noch nicht
absehbar“, sagt Reuter. Das Deutsche Rote Kreuz rufe dringend zu Spenden
auf. Der Bedarf an internationaler Unterstützung für die Menschen im Libanon
bleibe auf Monate hinaus sehr groß.

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