Regionalverband
Magdeburg-Jerichower Land e.V.


 

Kinderlachen hallt durch den großen Raum in der Burger Geschäftsstelle des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e. V. während am anderen Ende orientalische Klänge in den Raum fließen. Die Migrationsberatung des Regionalverbandes hatte, im Rahmen der interkulturellen Wochen im Landkreis Jerichower Land 2019, zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Gekommen waren Einheimische und Migranten aus verschiedenen Nationen wie z. B. Iran, Afghanistan und Syrien, die, die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Miteinander nutzen wollten. Was sie an Programm geboten bekamen, erläuterte Migrationsberaterin Petra Gehrmann mit als „Gemeinschaftsaktion aller Klienten.“ „Ohne die Organisation der Migranten selbst und ihr starkes Engagement wäre der Tag der offenen Tür so nicht möglich gewesen.“ Dank der Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend, dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ und der „Partnerschaft für Demokratie“ Burg und südlichen Jerichower Land, wurde der Tag der offenen Tür zu einem Erlebnis der Kulturen und Sinne, denn zu einem reichhaltigen Buffet aus Gebäck, Salaten und anderen Leckereien gab es Vorträge und orientalische Klänge. Der 23-jährige Zardasht Badr hatte seine Langhalslaute „Saz“ mitgebracht und spielte intuitiv, ohne Noten, was ihn im Herzen bewegte. „Die sieben Saiten der Saz, geben Möglichkeiten, viele Tonlagen zu spielen, dass macht die Melodien, anderes als europäische Musik, emotionaler“, erklärte er und begann zu spielen. Die „Saz“ wird, so Badr, vor allem im kurdischen und türkischen Raum gespielt und ist dort ein Instrument, dass wie die europäische Gitarre auch, zu vielen Gelegenheiten als musikalische Umrahmung, eingesetzt wird. Neben diesem Ausflug in die Kunst gab es aber auch Informationen zu Dingen, die vor allem das Leben in Deutschland betrafen. Andreas Mösenthin von der Schuldnerberatung der Diakonie im Jerichower Land gab Hinweise zum Umgang mit Schulden und deren Regulierung. Vor allem Handy- und Mietverträge können hier für viele zur Schuldenfalle werden, wenn die Eingangsvoraussetzungen für einen Vertragsabschluss nicht stimmen. Um dies zu vermeiden, hatte Mösenthin Tipps und Hinweise, gab Informationen auf Nachfragen. Amani Almasri wiederum präsentierte in Bildern das Damaskus vor dem Krieg und erzählte von einem Zuhause, dass vor allem durch viel Historie, Kultur und schönen Landschaften geprägt war. Viele der anwesenden Migranten zückten während des Vortrages ihre Mobiltelefone und schauten sich mit anderen Gästen eigene Fotos ihrer Heimat an und ließen gute Erinnerungen wach werden. Vor allem die Paten verschiedener Familien hatten damit die Gelegenheit, mehr über die Vergangenheit und das Wirken ihrer Patenfamilien zu erfahren. Damit war das Ziel: Einen Austausch zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Migranten zu ermöglichen, erreicht.

Migrationsberater Peter Bulengela erklärte: „Für uns als Migrationsberater ist der Tag der offenen Tür immer eine besondere Erfahrung, unseren Klienten auf einer anderen Ebene zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sich zu begegnen.“ Vor allem freuten sich die Veranstalter darüber, dass in diesem Jahr viele Frauen und ihre Kinder am Tag der offenen Tür teilnahmen. Die Kinder waren es auch, die den Raum, mit ihrer lebensfrohen Art und ihrem Spiel an der eigens eingerichteten Spielstation, erhellten und so allen ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

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