Pressemeldungen

Welt-AIDS Tag am 1. Dezember: EU bewilligt DRK über 2,8 Millionen Euro für neue HIV/ AIDS Projekte

Das Rote Kreuz baut seine Hilfsmaßnahmen in den am stärksten betroffenen Ländern südlich der Sahara aus: Freiwillige werden ausgebildet, die in ihren Heimatorten die Bewohner aufklären, Waisenkinder betreuen und Kranke pflegen. Häufig sind diese Freiwilligen selber HIV infiziert oder ihre Familien von der Krankheit betroffen.

Junge Frauen besonders gefährdet
Im Fokus der Hilfsmaßnahmen stehen junge Frauen und Mädchen, die besonders gefährdet sind. Sexuelle Ausbeutung, Missbrauch und Menschenhandel führen zu der wachsenden "Feminisierung" der HIV/ AIDS-Seuche. Die Infektionsrate der Frauen ist doppelt so hoch wie die der Männer. Zusätzlich werden betroffene Frauen diskriminiert und für ihre Krankheit selbst verantwortlich gemacht. Mit Information und Aufklärungsarbeit in afrikanischen Gemeinden will das Rote Kreuz Mythen und Ängste über die Krankheit beseitigen und die Position HIV-Infizierter innerhalb der Gemeinschaften verbessern.

DRK-Projekte gegen AIDS
Im Süden Angolas im Distrikt Cunene ist die Infektionsrate besonders hoch. Dort führt eine Hauptverkehrsader zwischen Angola und Namibia durch an der Prostituierte ihrem risikoreichen Geschäft nachgehen.
Mit Aufklärungsarbeit und Präventionsmaßnahmen will das DRK 120.000 Menschen in dem Bezirk erreichen, zusätzlich sollen 6.500 AIDS-Kranke gepflegt und betreut werden. Außerdem bilden Rotkreuz-Mitarbeiter Freiwillige aus, die dann innerhalb ihrer Gemeinschaft über die Gefahren von AIDS und die Ansteckungswege informieren.
In Lesotho sollen für HIV-Infizierte Lebensgrundlagen geschaffen werden, damit sie ihre Familien ernähren können: So werden zum Beispiel Saatgut und Grundnahrungsmittel verteilt. Für AIDS-Waisen werden Schulgeld und Schuluniform bezahlt.
Auch in Äthiopien will das DRK 2007 weitere Freiwillige ausbilden, die dann in ihrer Heimat die Bewohner über Ansteckungswege und Gefahren von AIDS aufklären. Durch diese Art der Hilfe zur Selbsthilfe soll auch die Diskriminierung von HIV-Infizierten reduziert und das Bewusstsein der Menschen für die Gefahren von ungeschütztem Sexualverkehr gestärkt werden.


Vergessene Notlagen
"HIV/ AIDS ist eine Krankheit, die in vielen Gesellschaften noch immer diskriminiert wird. Das verhindert einen offenen Umgang mit der Viruskrankheit und erhöht somit die Ansteckungsgefahr. Nur durch einen offensiven Umgang mit HIV/AIDS und umfassender Aufklärungsarbeit kann der Kreislauf durchbrochen und die Ansteckungsgefahr reduziert werden", fordert DRK-Botschafterin Maybrit Illner.
Vor vier Wochen hatte die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften einen weltweiten Spendenaufruf von 240 Millionen Euro für seine AIDS-Hilfe im südlichen Afrika gestartet.

Das DRK ruft zu Spenden für den Kampf gegen AIDS auf:

Spendenkonto

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Konto: 41 41 41
Stichwort: Afrika

Hier geht es zur DRK-Homepage
http://www.drk.de