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Nahost: DRK-Hilfstransport in den Libanon - Dramatische Lage der Zivilbevölkerung

Berlin, 26. Juli 2006

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fordert Politik und Öffentlichkeit auf, den Blick verstärkt auf die humanitäre Lage im Libanon und Israel zu richten.

„Bei allen politischen Bemühungen, den Konflikt zu lösen, darf die akute Gefährdungslage der Zivilbevölkerung nicht vergessen werden. Die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten zahlt den Preis für den politischen Konflikt, und sie braucht dringend unsere Hilfe“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Die Situation für die Zivilbevölkerung im Nahostkonflikt wird von Tag zu Tag gravierender. Rund um die südlibanesische Stadt Tyrus sind 110.000 Menschen von Nahrungsmittel- und Trinkwassermangel bedroht. Das DRK sendet am Donnerstag eine erste Hilfslieferung in die Krisenregion.

Vor allem Kinder sind in den Krisengebieten besonderes gefährdet. Mit finanzieller Unterstützung vom Auswärtigen Amt wird das DRK am Donnerstag eine erste Sendung mit 20 Tonnen Babynahrung von Deutschland (Bremen) in den Libanon bringen. Es handelt sich um ca. 55.600 fertige Portionen für Babys und Kleinkinder.

Der Transport ist Teil des Hilfeabkommens dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Zusammenarbeit mit dem Libanesischen Roten Kreuz.

Das IKRK hat bereits zwei Hilfskonvois von Beirut nach Tyrus gebracht. Es waren die ersten Hilfslieferungen, die die abgeschnittenen Gebiete im Süden des Landes erreichen konnten. Ein LKW hat medizinisches Material nach Marjayoun gebracht und 4.000 Menschen in Tyrus wurden mit Lebensmittelpaketen versorgt.

2.400 Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes sind im Einsatz, um Kranke und Verwundete Menschen zu evakuieren – teils unter sehr schweren Bedingungen. 42 Rettungswachen und 50 Gesundheitsstationen und andere medizinische Einrichtungen versorgen die Patienten.

Um die Zivilbevölkerung in Israel zu versorgen, hat das DRK hat auch der israelischen Schwestergesellschaft „Magen David Adom“ Hilfe angeboten.

Das DRK ruft erneut zu Spenden auf für die gefährdete Bevölkerung in Nahost.

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Konto: 41 41 41
Stichwort: Nahost


Quelle: DRK Pressestelle